Eintracht plant nicht mehr mit Merveille Biankadi

Braunschweig.  Wie auch Marvin Pourié wird der ehemalige Leihspieler in dieser Saison nicht nach Braunschweig zurückkehren.

Trotz guter Leistungen im Eintracht-Trikot wird Merveille Biankadi in dieser Saison nicht nach Braunschweig zurückkehren.  

Trotz guter Leistungen im Eintracht-Trikot wird Merveille Biankadi in dieser Saison nicht nach Braunschweig zurückkehren.  

Foto: Susanne Hübner

Offiziell hat Eintracht Braunschweig Merveille Biankadi und Marvin Pourié bereits kurz nach dem Aufstieg in die 2. Fußball-Bundesliga, an dem das Duo entscheidenden Anteil hatte, verabschiedet. Bei beiden war der Leihvertrag ausgelaufen. In beiden Fällen sollte es eigentlich aber nur ein Abschied auf Zeit sein. Die Eintracht wollte sich sowohl bei Biankadi als auch Pourié um eine feste Verpflichtung bemühen – hieß es zumindest zunächst.

Pourié ist zu teuer

Bei Pourié wurde dann aber relativ schnell klar, dass der Stürmer den Löwen zu teuer ist. Beim Karlsruher SC gehört der Angreifer angeblich zu den Top-Verdienern. Selbst wenn der KSC auf eine Ablöse für den 29-Jährigen verzichtet hätte, wäre das Gehalt für Eintracht kaum zu stemmen gewesen. Deshalb haben sich die Braunschweiger im Sturm umorientiert und mit Suleiman Abdullahi und Njegos Kupusovic zwei andere Angreifer verpflichtet.

Heidenheim setzt auf Biankadi

Und auch bei Biankadi stehen die Chancen, dass er in dieser Saison erneut das Löwen-Trikot überstreift, sehr schlecht. Dabei waren die Braunschweiger bei dem schnellen Außenbahn-Spieler in den Planungen sehr viel weiter als bei Pourié. Angeblich hatte sich Sportdirektor Peter Vollmann mit dem 25-Jährigen bereits weitgehend auf einen Anschlussvertrag nach dem Ende des Leihgeschäfts geeinigt. Doch dann machte Biankadis Noch-Arbeitgeber 1. FC Heidenheim einen Strich durch die Rechnung. Der Mittelfeldspieler soll bei den Schwaben nach dem knapp verpassten Aufstieg in die Bundesliga im neuen Anlauf eine wichtige Rolle einnehmen. Bis zum 30. Juni 2023 gilt noch Biankadis Vertrag in Heidenheim. Er war erst vor einem Jahr von Hansa Rostock zur Mannschaft von Trainer Frank Schmidt gewechselt.

Eintracht sucht noch Offensivspieler

Damit wird es wohl bald ein Wiedersehen mit Biankadi geben, aber nicht so, wie sich das viele Eintracht-Fans gewünscht hätten. Am ersten Spieltag der 2. Liga treten die Braunschweiger nämlich in Heidenheim an, und Biankadi wird dann wahrscheinlich im FC-Trikot gegen die Löwen auflaufen.

Dabei sind die Braunschweiger weiterhin auf der Suche nach einer Verstärkung mit Biankadis Profil. Obwohl der Kaderumbau so gut wie abgeschlossen ist, wollen die Braunschweiger nach einem Mann Ausschau halten, der sowohl im Sturm als auch auf der linken Außenbahn eingesetzt werden kann. Das Pendant zu Fabio Kaufmann auf der rechten Seite. Biankadi bringt dafür eigentlich alle Qualitäten mit. Er ist schnell, laufstark und besitzt gute Offensivfähigkeiten, kann aber auch die Wege nach hinten mitmachen. Seine Zukunft liegt aber in Heidenheim, die Eintracht plant ohne ihn und ist auf der Suche nach Alternativen.

Kader soll reduziert werden

Zunächst wollen die Löwen ihren Kader aber etwas reduzieren. 30 Spieler gehören dem Aufgebot der Blau-Gelben inzwischen an. Mit Ex-Kapitän Bernd Nehrig und Orhan Ademi, an dem der MSV Duisburg interessiert ist, laufen im Moment zwar Gespräche über eine Vertragsauflösung, noch steht in beiden Fällen aber eine Einigung aus.

Selbst wenn das Duo geht, hätte die Eintracht mit 28 Spielern immer noch einen relativ großen Kader. Einen Abgang könnte es auf der Torwartposition geben, wo inzwischen vier Keeper um den Platz zwischen den Pfosten konkurrieren. Auch Innenverteidiger Felix Burmeister und Stürmer Nick Proschwitz werden noch als mögliche Abgänge gehandelt. Erst wenn sich die Blau-Gelben von ein paar Spielern trennen konnten, würden sie wohl nochmal intensiver nach Verstärkungen Ausschau halten. Das dabei erneut Biankadi und Pourié in den Fokus rücken, ist sehr unwahrscheinlich. Für eine Verpflichtung von ihnen ist der Zug aller Voraussicht nach abgefahren.

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