Eintracht Braunschweig: Derzeit kein Kontakt zu Sebastian Polter

Braunschweig.  Stürmer Sebastian Polter wird bei Eintracht Braunschweig als Neuzugang gehandelt. Trainer Daniel Meyer lässt ein Hintertürchen offen.

Sebastian Polter hat noch keinen neuen Verein gefunden.

Sebastian Polter hat noch keinen neuen Verein gefunden.

Foto: Britta Pedersen / dpa

In den vergangenen Tagen versetzte ein Name die Menschen, die es mit Fußball-Zweitligist Eintracht Braunschweig halten, in Aufruhr: Sebastian Polter. Die Tatsache, dass der Stürmer nach seinem Aus bei Erstliga-Klub Union Berlin noch ohne Verein dasteht, nährt die Hoffnung, dass er als ehemaliger Jugendspieler der Blau-Gelben in diesem Sommer auch eine ernsthafte Option an der Hamburger Straße darstellt.

Doch Eintracht Braunschweigs Sportdirektor Peter Vollmann versicherte auf Nachfrage unserer Zeitung, dass es aktuell keinen Kontakt zu Polter gebe. Das kann vieles heißen. Etwa, dass es nie eine Annäherung gab. Oder eben, dass die Gespräche ruhen.

Sebastian Polter – bei Eintracht Braunschweig müsste er wohl auf Gehalt verzichten

Angesichts der Umstände, aus denen die Eintracht kommt, wäre ein Transfer des 29-jährigen Sturmtanks ein Griff ganz oben ins Regal. Dieser wäre nur möglich, wenn der Angreifer, der für den VfL Wolfsburg, den 1. FC Nürnberg, Mainz 05, die Queens Park Rangers in London und eben Union Berlin auf Torejagd ging, auf viel Gehalt verzichten würde. Nach dem Beginn der Corona-Pandemie soll er dazu nicht bereit gewesen sein, was dazu beitrug, dass die vormalige Liebesbeziehung zwischen dem 1,91-Meter Mann und den Eisernen in die Brüche ging. Dass sein Vertrag in Berlin nicht verlängert wird, stand bereits vorher fest.

Freilich – die Behauptung seines damaligen Arbeitgebers in Zusammenhang mit seiner jetzigen Vereinssuche zu setzen, wäre nicht fair. „Ich war zu jeder Zeit solidarisch, habe mich untergeordnet, auch, wenn ich den Entwurf, wie er vom Mannschaftsrat ausgearbeitet wurde, nicht mitgetragen habe“, hatte der gebürtige Wilhelmshavener unlängst im Interview mit Sport1 erklärt. Dabei offenbarte er auch seine Erwartungen an einen neuen Klub: „Ich will nicht nur der Spieler XY sein.“

Eintracht Braunschweig und Sebastian Polter – kann das passen?

Das wäre er in Braunschweig auf gar keinen Fall. Und mit seiner Spielweise würde Polter ideal in das gesuchte Profil von Eintracht und Trainer Daniel Meyer passen. Der sagte angesprochen auf die Stürmersuche: „Immer wenn wir das Gefühl haben, dass ein Spieler hier her passt, weil es entweder eine persönliche Bindung gibt oder weil er als Spielertyp zu uns passt, beschäftigen wir uns damit und klopfen die Machbarkeit ab. Dann versuchen wir, uns soweit zu strecken, wie es uns möglich ist.“

Ob das nun für die Verpflichtung Sebastian Polters spricht oder für die eines anderen Offensivspielers, ist nur zu mutmaßen.

Doch ein Hintertürchen ließ Meyer offen: „Wir sind noch nicht wieder in der Position, alles umzusetzen, was wir im Kopf haben“, sagte der Trainer. „Aber wir denken auch manchmal größer.“

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