Corona: Eintracht testet Spieler – Drittliga-Start Ende Mai?

Braunschweig.  Am Montag wird der Drittligist alle Spieler, Trainer und Betreuer auf das Coronavirus testen. Manager Vollmann ist für einen Neustart Ende Mai.

Patrick Kammerbauer beim Eintracht-Training. Zuletzt trainierte die Eintracht in vier Kleingruppen, die ab Montag in einem nächsten Schritt in nur noch zwei Trainingsgruppen aufgehen sollen (Archivbild).

Patrick Kammerbauer beim Eintracht-Training. Zuletzt trainierte die Eintracht in vier Kleingruppen, die ab Montag in einem nächsten Schritt in nur noch zwei Trainingsgruppen aufgehen sollen (Archivbild).

Foto: Eintracht Braunschweig

Um sich auf den möglichen Wiederbeginn der 3. Fußball-Liga vorzubereiten, wird Eintracht Braunschweig an diesem Montag erstmals alle Spieler, Trainer und Betreuer auf das Coronavirus testen. „Mit den Testungen machen wir unsere Hausaufgaben, um nach erhaltener Freigabe schnellstmöglich ins Teamtraining einsteigen zu können“, wird Sportdirektor Peter Vollmann am Sonntag in einer Mitteilung des Vereins zitiert. Zuletzt trainierte die Eintracht in vier Kleingruppen, die ab Montag in einem nächsten Schritt in nur noch zwei Trainingsgruppen aufgehen sollen. Vor dem Einstieg ins Mannschaftstraining sind zwei Testungen vorgeschrieben. Mindestens 48 Stunden müssen dazwischen liegen. Eintracht plant den zweiten Test im laufe der kommenden Woche.

DFB plant Neustart für 3. Liga am 26. Mai

Für die 3. Liga hat der Deutsche Fußball-Bund (DFB) ein Hygienekonzept ausgearbeitet, das nahezu identisch mit den Vorgaben der Deutschen Fußball Liga (DFL) für die Erst- und Zweitliga-Clubs ist. Dort soll die Saison am nächsten Wochenende fortgesetzt werden. Für die 3. Liga plant der DFB nach einem Bericht der ARD-Sportschau einen Wiederbeginn am 26. Mai – falls die Politik dem zustimmt.

„Das Ganze umzusetzen, ist sehr aufwendig“

Braunschweigs Manager Vollmann kann sich einen derart frühen Re-Start gut vorstellen. „Ich hoffe, dass das Ende Mai möglich sein wird und wir dann alles reinhauen“, sagte der 62-Jährige der „Neuen Braunschweiger“ (Samstag). Vollmann betonte mit Blick auf das Hygienekonzept aber auch: „Das Ganze im Bezug auf Mannschaft, Mitarbeiter und Stadion umzusetzen, ist sehr aufwendig.“ Das gelte im Falle einer Fortsetzung der Saison gerade für die Auswärtsspiele. „Klar ist, dass der Aufwand sowohl organisatorisch als auch wirtschaftlich ungleich größer ist. Wir müssen in mehrerer Bussen anreisen und für alle ein Einzelzimmer buchen. Das ist natürlich wesentlich teurer als die sonst üblichen Doppelzimmer.“

Trainingslager unter quarantäne-ähnlichen Bedingungen

Sollte es tatsächlich am 26. Mai wieder losgehen, sind regelmäßige Testungen und ein einwöchiges Trainingslager für die Drittligisten vorgesehen – unter quarantäne-ähnlichen Bedingungen. Innerhalb des laufenden Spielbetriebs würden Mannschaft und Betreuerstab zweimal pro Woche getestet werden. Die kosten für die Tests werden aus dem Solidaritätsfonds der DFL bestritten. dpa/feu

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