Es kommt der „Spitzenreiter“ nach Braunschweig

Braunschweig  Fürth, Eintrachts nächster Gegner, führt seit Sonntag die Ewige Tabelle der 2. Liga an.

Nik Omladic ist nicht der einzige Fürther mit Eintracht-Vergangenheit. Es ist aber fraglich, ob er gegen seinen Ex-Klub zum Einsatz kommt.

Foto: imago

Nik Omladic ist nicht der einzige Fürther mit Eintracht-Vergangenheit. Es ist aber fraglich, ob er gegen seinen Ex-Klub zum Einsatz kommt. Foto: imago

Es war ein langer Weg. Doch am Sonntag haben es die Fußballer von Greuther Fürth endlich geschafft: Mit dem 3:1-Heimsieg über Fortuna Düsseldorf übernahmen sie die Tabellenführung in der 2. Liga. Moment, bevor sich nun jemand über falsche Informationen aufregt, die hier verbreitet werden, sei dazu gesagt: Es ist von der Ewigen Tabelle der 2. Liga die Rede. Dort sind die Fürther nach 29 Spieljahren im deutschen Unterhaus mit dem Erfolg über Düsseldorf an dem bisherigen Ersten Alemannia Aachen aufgrund des besseren Torverhältnisses vorbei gezogen.

Eintracht Braunschweig hat am Mittwoch (18.30 Uhr) also den neuen „Spitzenreiter“ im Stadion an der Hamburger Straße zu Gast, obwohl die Fürther erst ihren ersten Saisonsieg feierten und in der aktuellen Tabelle auf dem vorletzten Platz liegen. Aber vielleicht hilft der Blick auf die historische Rangliste den Braunschweigern, die dort übrigens mit 820 Punkten aus 588 Spielen auf Platz 21 geführt werden, sich die Schwierigkeit der Aufgabe bewusst zu machen. Auch gegen die Franken werden die Löwen den zweiten Saisonsieg nicht geschenkt bekommen.

Schon gar nicht, nachdem Fürth nun das dringend benötigte Erfolgserlebnis verbucht hat. Daran hatte ein ehemaliger Braunschweiger entscheidenden Anteil: Marco Caligiuri. Der 33-Jährige, der für Eintracht in der Saison 2013/14 zwölf Spiele in der Bundesliga absolvierte, überzeugte in der Defensive als Innenverteidiger und erzielte zudem per Kopf das zwischenzeitliche 2:0 für die Mannschaft von Trainer Damir Buric, der gleich in seinem ersten Spiel als Fürth-Coach den ersten Sieg feiern konnte. Caligiuri ist aber nicht der einzige Akteur der Spielvereinigung mit Braunschweiger Vergangenheit. Erst zu Saisonbeginn wechselte Nik Omladic, den die Eintracht gerne gehalten hätte, die Seiten. Es ist allerdings fraglich, ob der Slowene zum Einsatz kommt. Gegen Düsseldorf fehlte er wegen Schmerzen unter der Fußsohle im Kader. Und auch die Partie zuvor gegen Dresden hatte Omladic verpasst, nachdem er in den ersten Spielen immer in der Startelf gestanden und ein Tor erzielt hatte.

Dafür drehte ein anderer Spieler auf, der zumindest die Region gut kennt. Tolcay Cigerci spielte bis 2010 beim VfB Peine bevor er über den VfL Wolfsburg und den Hamburger SV nach Fürth wechselte. Gegen Düsseldorf war er an allen drei Toren der Kleeblätter beteiligt. Das dürfte besonders Manager Ramazan Yildirim gefreut haben. Er stammt ebenfalls aus Peine, spielte früher auch für die Eintracht und holte Cigerci vor einem Jahr aus Hamburg nach Franken.

In der Fürther Mannschaft steckt also viel blau-gelb. Harmonisch wird es zwischen den Teams auf dem Platz trotzdem nicht zugehen. Eintracht braucht einen Sieg, um den Anschluss an die Tabellenspitze nicht zu verlieren. Und die Gäste benötigen jeden Punkt im Abstiegskampf. Die Führung in der Ewigen Tabelle hilft ihnen aktuell wenig weiter.

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder