Eintracht verliert Testspiel gegen SC Freiburg

Chiclana de la Frontera  Eintracht Braunschweig hat im Trainingslager in Spanien die erste Niederlage kassiert: Das Tabellenschlusslicht der Fußball-Bundesliga verlor mit 0:2 gegen den Liga-Rivalen SC Freiburg.

Das Ergebnis interessiere ihn nicht die Bohne, behauptete Torsten Lieberknecht. „Das blende ich komplett aus“, sagte der Eintracht-Coach nach der 0:2 (0:2)-Niederlage im Testspiel gegen Liga-Konkurrent Freiburg. Deren Trainer Christian Streich wollte dem Ergebnis zwar auch nicht allzu viel Bedeutung beimessen, betonte aber auch: „Es ist immer besser, du gewinnst 2:0 als 0:2 zu verlieren.“

Einig waren sich beide Fußball-Lehrer in ihrer Analyse, dass Eintracht in der ersten Hälfte die besseren Chancen hatte. Sei es durch Domi Kumbela, der zweimal aus dem Gewühl vergab (11., 34.), oder Omar Elabdellaoui, der kurz vor der Pause mit einem Schuss am glänzend reagierenden Freiburger Schlussmann Oliver Baumann scheiterte. „Da hatten wir ein bisschen Glück“, räumte Freiburgs Streich ein, während Braunschweigs Karim Bellarabi ein aus der Hinrunde hinlänglich bekanntes Manko ansprach: „Die müssen wir besser nutzen.“

So, wie es die Breisgauer taten. „Freiburg hatte einen Torschuss – und der war gleich drin“, ärgerte sich Lieberknecht. Matthias Ginter hatte im Anschluss an einen Einwurf aus rund 20 Metern einfach mal draufgehalten – der Ball schlug zum Entsetzen der rund 50 BTSV-Anhänger unhaltbar für Torwart Marjan Petkovic im Netz ein – 0:1 (23.).

Bis dato, aber auch im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit, hatte das Bundesliga-Schlusslicht aus Braunschweig mehr Spielanteile. „Wir haben teilweise sehr gut gespielt“, befand Kevin Kratz, der im 4-1-4-1-System als einziger Sechser agierte und die Bälle geschickt verteilte. „Wir hatten eine gute Spielanlage, mit der wir Freiburg vor Probleme gestellt haben“, hob Lieberknecht hervor.

Was jedoch nichts daran änderte, dass mal wieder der Gegner die Tore schoss. „Das war gewissermaßen ein Spiegelbild der Hinrunde“, konstatierte Manager Marc Arnold. Admir Mehmedi erhöhte kurz vor dem Pausenpfiff auf 2:0 für den Sportclub. Der Stürmer verwandelte einen an ihm verschuldeten Foulelfmeter. Vorausgegangen war dem Petkovic-Foul ein Stellungsfehler von Innenverteidiger Ermin Bicakcic.

Nach dem Seitenwechsel, das muss sich das Team bei allem Lob vorwerfen lassen, fehlten den Blau-Gelben in der Vorwärtsbewegung die zündenden Ideen. Was sicherlich auch der Tatsache geschuldet war, dass Coach Lieberknecht es bei einem Wechsel beließ, während sein Gegenüber nach 70 Minuten gleich neun frische Kräfte brachte. „Ich wollte, dass die Spieler über ihren Schweinehund hinweggehen“, erklärte er diese für ein Testspiel doch ungewöhnliche Maßnahme.

So haben Sie gespielt

  • Eintracht: Petkovic – Kessel, Bicakcic, Correia, Reichel – Kratz – Elabdellaoui, Bellarabi, Nielsen (46. Hochscheidt), Boland – Kumbela
  • Freiburg: Baumann - Sorg, Höhn, Diagne, Mujdza - Pilar, Ginter, Fernandes, Schmid - Darida, Mehmedi.
  • Freiburg ab Minute 70: Baumann - Günter, Höhn, Höfler, Hedenstad - Coquelin, Guédé, Schuster, Klaus - Terrazzino, Hanke.
  • Tore: 0:1 Ginter (23.), 0:2 Mehmedi (45., FE)
  • Zuschauer: 100

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