Eintracht-Trainer Lieberknecht und die K-Frage

Braunschweig  Die ultimative K-Frage: Kruppke, Kumbela, Kratz – aber auch wieder Korte? Samstag beim Auswärtsspiel VfR Aalen gegen Eintracht folgt die Antwort.

Raffael Korte (links) – frecher Dribbler auf der Außenbahn.

Raffael Korte (links) – frecher Dribbler auf der Außenbahn.

Foto: Mottl

Never change a winning Team – ändere nie eine erfolgreiche Mannschaft, heißt es eine Sport-Weisheit. Von daher muss sich mehr als die Hälfte der Profis im Kader der Braunschweiger Eintracht wohl in Geduld üben. Nur eine Mittelfeld-Position scheint im Moment in der Startelf des Spitzenreiters der 2. Fußball-Bundesliga vakant zu sein, zehn feste Plätze verteilt.

Damir Vrancic gegen Köln, Marc Pfitzner bei Union Berlin und Raffael Korte gegen Paderborn – mit personellen Nuancen passte Eintracht-Trainer Torsten Lieberknecht die Mannschaft dem jeweiligen Gegner an. Und wer spielt am Sonnabend bei Überraschungs-Aufsteiger VfR Aalen? Natürlich lassen sich Trainer nicht in die Karten schauen.

„Aalen hat die 2. Liga sehr gut studiert, arbeitet prima in der Defensive, ruft taktisch alles hundertprozentig ab“, sagt Lieberknecht vor dem Auftritt beim Tabellenvierten. „Dazu kommt die gewisse Aufstiegs-Euphorie – das wird eine Herausforderung für uns“, so seine Zusammenfassung. Und der vorsichtige Ausblick: „Wenn wir alles abrufen, was wir können, sind wir nicht chancenlos.“

Personell gibt es derzeit nichts, was Lieberknecht Sorgenfalten auf die Stirn zaubern würde. Selbst Steffen Bohl und Jan Washausen – das hat das Freundschaftsspiel Dienstag bei Wacker Braunschweig gezeigt – arbeiten sich wieder immer weiter heran, sind aber noch nicht ganz soweit. Zu früh kommt die Aalen-Partie auch für den chinesischen Neuzugang Chengdong Zhang. Der ist gestern nach Lissabon geflogen, um letzte Formalitäten vor dem Umzug nach Braunschweig zu erledigen.

In Aalen gibt es ein Wiedersehen gleich mit drei Ex-Braunschweigern – zumindest außerhalb des Platzes. Jasmin Fejzic, Marco Calamita und Nico Zimmermann verdienen ihr Geld jetzt auf der Ostalb. Auch in Aalens Start-Elf war nur ein Mittelposten bisher kein Stammplatz, VfR-Trainer Ralph Hasenhüttl hatte nach dem tollen Start wie Lieberknecht keinen wirklichen Grund etwas zu ändern. VfR-Kapitän Leandro Grech sieht Eintracht als einen Topfavoriten im Rennen um den Bundesliga-Aufstieg an.

“Die Braunschweiger sind eine seit vier, fünf Jahren mit dem gleichen Trainer gewachsene Mannschaft. Die funktionieren wie ein Uhrwerk.” Und der Argentinier kündigte an: “Wir machen einfach die Räume zu und eng und versuchen dann, schnell nach vorne zu spielen.“ Wie die Eintracht.

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