Grizzlys-Youngster Nijenhuis erklärt Pleite: "Wollten zu viel"

Mit Jetlag aufs Eis - Jan Nijenhuis rackert, kann aber das 2:5 seines Eishockey-Erstligisten Grizzlys Wolfsburg in Bremerhaven auch nicht verhindern.

Vor dem Wolfsburger Tor spielte sich vor allem im zweiten Drittel viel ab. Grizzlys-Torwart Dustin Strahlmeier hatte alle Hände voll zu tun und musste dreimal hinter sich greifen.

Vor dem Wolfsburger Tor spielte sich vor allem im zweiten Drittel viel ab. Grizzlys-Torwart Dustin Strahlmeier hatte alle Hände voll zu tun und musste dreimal hinter sich greifen.

Foto: imago/foto2press

Das Comeback bei den Grizzlys hatte sich Jan Nijenhuis sicher ganz anders vorgestellt. In seinem ersten DEL-Match nach der Rückkehr von der U20-WM in Kanada musste der Junioren-Nationalspieler miterleben, wie sein Wolfsburger Eishockey-Erstligist am Mittwochabend mit 2:5 in Bremerhaven unterging . "Wir haben gut angefangen. Am Ende haben aber die Special-Teams das Spiel entschieden", analysierte der Youngster treffend nach Spielschluss im Interview bei Magenta Sport.

An seiner Leistung lag es nicht, dass trotz einer verdienten 1:0-Führung und eines ansehnlichen ersten Drittels nach der Schlusssirene keine Punkte im Grizzlys-Gepäck waren und es zwei Plätze runterging in der Tabelle der DEL-Gruppe Nord. Nur das punktlose Schlusslicht Krefeld liegt nun noch hinter den Wolfsburgern. Aber drei zum Teil völlig überflüssige Strafen im zweiten Durchgang waren zwei zu viel. Da kombinierten sich die Gastgeber durch, bis die Schusschance da war.

Jan Urbas und Miha Verlic steigerten die eigene Powerplay-Quote und senkten den Erfolgswert des zu Saisonbeginn so guten Wolfsburger Penaltykillings. "Da war Bremerhaven eiskalt und machte die Dinger, und wir waren einfach zu schwach und machten sie eben nicht", stellte Nijenhuis enttäuscht fest.

Spiel nicht einfach gehalten

Aber woran hat es denn gelegen? Trainer Pat Cortina hatte alle spielentscheidenden Punkte angesprochen und sogar im Gespräch mit unserer Zeitung einen Tag vor dem Match darauf hingewiesen. Im ersten Durchgang klappte es doch auch vorzüglich, abgesehen vom unglücklichen "Eigentor", bei dem Phillip Bruggisser an der Kufe angeschossen wurde. "Wir waren zu inkonsequent, wollten zu viel. Wir hätten es weiter einfach halten und die Beine bewegen müssen. Im ersten Drittel hatten wir das gut gemacht und waren mit Speed gekommen", erklärte Nijenhuis weiter.

Der 19-Jährige selbst hatte insgesamt 11:04 Minuten Eiszeit, verteilt auf 16 Wechsel, und gab einen gehaltenen Schuss aufs Bremerhavener Tor ab. Wie fühlte er sich nach der langen Flugreise, die ihn und seinen nicht zum Einsatz gekommenen Teamkollegen Steven Raabe erst am Dienstagmorgen zurück nach Wolfsburg geführt hatte? "Von der Kraft her ging es, weil ich leider nicht viel gespielt hatte in Kanada." Dort hatte er wegen einer Corona-Infektion zusammen mit acht Teamkollegen lange in Quarantäne gemusst und war erst im Viertelfinale (1:2 gegen Russland) erstmals aufgelaufen. Die Reisestrapazen hatten sich in Bremerhaven aber trotzdem bemerkbar gemacht. "Ich hatte schon etwas Jetlag und hatte die ganze Busfahrt über geschlafen. Zum Spiel war ich dann aber da." Das galt zum Anfang auch für viele seiner Kollegen. Im zweiten Drittel jedoch für kaum einen Grizzlys-Profi mehr...

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