Grizzlys Wolfsburg: Trainer Cortina über Tore, Gegentore und Rech

Wolfsburg.  Hier spricht der Chefcoach des Eishockey-Erstligisten Grizzlys Wolfsburg Klartext vor dem Auswärtsspiel in Bremerhaven am Mittwoch.

Mit seiner besonnenen Art ist Grizzlys-Cheftrainer Pat Cortina alles andere als ein Elefant im Porzellanladen. Probleme spricht er zwar ohne Umschweife an, ohne aber Panik zu verbreiten.

Mit seiner besonnenen Art ist Grizzlys-Cheftrainer Pat Cortina alles andere als ein Elefant im Porzellanladen. Probleme spricht er zwar ohne Umschweife an, ohne aber Panik zu verbreiten.

Foto: Darius Simka/regios24

Vor dem Nord-Duell der Grizzlys in Bremerhaven (Mittwoch, 18.30 Uhr) gibt es einiges zu besprechen für Pat Cortina. Trotz eines mit drei Siegen und zwei Niederlagen soliden Saisonstarts macht der Trainer des Wolfsburger Eishockey-Erstligisten keinen Hehl daraus, dass sein Team Luft nach oben hat. Hier kommen die wichtigsten Themen vor Spieltag 6.

Pat Cortina über …

… die Entscheidung, ob er die am Dienstag erst von der U20-WM in Kanada zurückgekehrten Jan Nijenhuis und Steven Raabe im Falle eines negativen Coronatest-Ergebnisses angesichts der anstrengenden Rückreise überhaupt einsetzen würde: „Sie waren am Dienstag noch nicht zurück im Training. Wir müssen abwarten, wie sie sich fühlen und entscheiden am Mittwoch.“

… die Besetzung der Torwartposition im Spiel gegen Bremerhaven, nachdem Dustin Strahlmeier zuletzt zweimal in Folge gespielt hatte: „Dustin wird zwischen den Pfosten stehen.“

"Strafen vermeiden"

… Gegner Bremerhaven, der nach nur einer Niederlage (5:7 im Finale gegen München) im Magenta-Sport-Cup die ersten beiden Saisonspiele in der DEL verloren, dann aber zweimal in Folge gewonnen hat: „Ein großartiges Team, das sehr gut Schlittschuh läuft. Es war ziemlich erfolgreich im Vorbereitungsturnier. Die Bremerhavener hatten zwar zum DEL-Auftakt ein paar Probleme, haben ihr Spiel nun aber wohl gefunden. Sie haben sehr talentierte Offensivspieler in ihren Reihen. In der Abwehr haben sie große, kräftige Spieler. Wir müssen die Aufgabe strukturiert angehen und immer mit allen fünf Feldspielern als Formation eng zusammen agieren. Wir müssen gute Entscheidungen treffen, wann wir Pressing spielen und wann nicht. Wir wollen ihnen keine Schlupflöcher in unserer Abwehr bieten, sonst schlagen sie Kapital daraus. Darüber hinaus müssen wir sehr diszipliniert auftreten und Strafen vermeiden.“

… die hohe Zahl an Gegentreffern aus den vergangenen drei Spielen in Iserlohn (3:5), gegen Köln (4:5 n. P.) und in Düsseldorf 5:4 n. V.: „Von den 14 Gegentoren aus den vergangenen drei Spielen kassierten wir fünf in Unterzahl, und eines fiel direkt nach einem Bully. Zuletzt gegen Düsseldorf haben wir es schon wieder besser gemacht. Aber in den beiden Spielen davor nahmen wir zu viele Strafen. In einem solchen Fall ist es zwar immer schwer, aber ganz besonders ist es das in unserer Situation mit dem kleinen Kader. Strafen kosten uns viel Energie, stören unseren Rhythmus und geben dem anderen Team das Momentum. Das war ein Grund für die vielen Gegentreffer. Aber wir müssen auch besser im Spiel mit dem Puck werden und bessere Entscheidungen treffen, wann wir ins Forechecking gehen und wann nicht. Manchmal hat sich unsere Defensive auch nicht gut strukturiert präsentiert. So haben wir den Gegnern mehr Möglichkeiten eingeräumt als wir es hätten tun dürfen.“

"Powerplay ist erfolgreich"

… die im Vergleich zum Magenta-Sport-Cup deutlich gestiegene Zahl der eigenen Tore: „Zuletzt war auch unser Powerplay sehr erfolgreich. Wir müssen sicherstellen, dass wir im Powerplay vom Kopf her unser Schussverhalten und unsere Arbeitseinstellung beibehalten. Wenn wir offensiv generell als Einheit auftreten, das Spiel kontrollieren und gute Entscheidungen mit dem Puck treffen, kreieren wir auch unsere Chancen. Und im Moment gehen die auch rein. Ich hoffe, wir bleiben so effizient.“

… die seit der Vorbereitung anhaltende Torflaute des letztjährigen Grizzlys-Toptorjägers Anthony Rech, der 2019/2020 auf 20 Tore und 24 Assists gekommen war und aktuell nach fünf Spieltagen bei null Treffern und drei Vorlagen steht: „,Toto' fehlte bisher das Glück vor dem Tor. Aber er befindet sich auf dem richtigen Weg. Im Training ermuntern wir ihn, mehr zu schießen und nicht zu viel nachzudenken. Er kann sehr effektiv sein, wenn er seine Beine bewegt. Er hat seinen Torjägerinstinkt nicht verloren und macht auf dem Eis auch das Richtige. Ich hoffe, dass er den Bann bald bricht. Sobald er erstmals getroffen hat, wird das sein Selbstvertrauen stärken und er wird den Puck wie in seiner ganzen Karriere wieder regelmäßig versenken.“

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