1:2 n. V. – Grizzlys-Chancen aufs Halbfinale sinken weiter

Wolfsburg.  Gegen Krefeld kassiert der Wolfsburger Eishockey-Erstligist die nächste Niederlage in der Verlängerung.

Torhüter Dustin Strahlmeier und die Grizzlys Wolfsburg scheitern durch das 1:2 n.V. gegen Krefeld endgültig im Magenta-Sport-Cup. Das Halbfinale ist nicht mehr zu erreichen.

Torhüter Dustin Strahlmeier und die Grizzlys Wolfsburg scheitern durch das 1:2 n.V. gegen Krefeld endgültig im Magenta-Sport-Cup. Das Halbfinale ist nicht mehr zu erreichen.

Foto: Darius Simka / regios 24

Die Chancen der Grizzlys Wolfsburg auf eine Halbfinal-Teilnahme beim DEL-Vorbereitungsturnier um den Magenta-Sport-Cup bleiben auch nach dem Dienstagabend in der Eis-Arena fast unverändert, allerdings klein. Und sie sind natürlich weiterhin auf Schützenhilfe angewiesen. Gegen die Krefeld Pinguine kassierten die Wolfsburger eine 1:2 (0:0, 0:1, 1:0)-Niederlage nach Verlängerung. Ausgerechnet der Ex-Grizzly Lucas Lessio sorgte mit seinem Tor in der Verlängerung für die Pleite.

Grizzlys-Coach Pat Cortina hielt gegen die Pinguine weitgehend an den Reihenkonstellationen aus dem Düsseldorf-Spiel (2:3 nach Verlängerung) fest. Einzige Änderung: Rückkehrer Spencer Machacek stürmte anstelle von Kapitän Sebastian Furchner (Magen-Darm-Infekt). Verteidiger Janik Möser (Herzmuskelentzündung) und Gerrit Fauser (verletzt) fehlten weiterhin.

Viele Schüsse, wenige gute Chancen

Obwohl Krefeld in den vergangenen Tagen sechs Abgänge zu verkraften hatte, mischten die Pinguine in der Eis-Arena sehr ordentlich mit, wussten in den Anfangsminuten allerdings einige leichtfertige Wolfsburger Scheibenverluste nicht zu nutzen. Es dauerte ein paar Minuten, ehe die Gastgeber an Fahrt aufnahmen. In beiden der zwei Überzahlsituationen kam der Ex-Krefelder Philipp Bruggisser von der blauen Linie zum Schuss, vergab aber jeweils (5. und 19. Minute). Für die Pinguine scheiterte Joshua Brook aussichtsreich (13.).

Was keiner der beiden Mannschaften im ersten Drittel gelang: Sich einmal in gefährliche Schusspositionen zu bringen. Trotz 20 Wolfsburger Abschlüssen (elf aufs Krefelder Tor) war kaum eine Topchance dabei. „Wir müssen versuchen, dass wir vor dem Tor gefährlicher sind“, forderte Grizzlys-Stürmer Valentin Busch in der Pause am Mikrofon von MagentaSport.

Rech patzt folgenschwer

Gesagt, getan: Zu Beginn des zweiten Abschnitts waren zehn Sekunden gespielt, als Fabio Pfohl vor dem Tor querlegte, Jan Nijenhuis den Puck aber nicht traf – da war bedeutend mehr drin. Auch Spencer Machacek (22.) und Max Görtz (26.) hätten mehr aus ihren Torraumszenen machen können. Es schien, als hätten die Grizzlys in diesem weiterhin schnellen Spiel mit wenigen Unterbrechungen endlich den nötigen Zug drin – um den guten Eindruck in der nächsten Überzahl aber gleich zunichte zu machen: Anthony Rech verlor die Scheibe im Aufbau, Laurin Braun ließ sich in Krefelder Unterzahl nicht zweimal bitten, verwandelte eiskalt gegen Dustin Strahlmeier (27.). Die Grizzlys brauchten einige Minuten, um das aus den Kleidern zu schütteln, fingen sich aber. Rech (32.) und Matti Järvinen hatten Chancen auf das 1:1, ehe Leon Niederberger die dicke Pinguine-Chance auf den zweiten Treffer liegenließ, am zweiten Pfosten freistehend keine Puckkontrolle bekam (39.).

Die Wolfsburger riskierten im Schlussdrittel etwas mehr, wären durch Kristohphers Bindulis fast bestraft worden (45.). Doch dann belohnte sich das Cortina-Team: Es war kein Zufall, dass Center Fabio Pfohl, dessen Reihe die offensiv auffälligste war, Machacek bediente, und der kanadische Außenstürmer im zweiten Versuch das 1:1 markierte (48.). Viel fehlte nicht, und nur eineinhalb Minuten später hätte Jordan Boucher die Partie komplett gedreht, doch sein Schlenzer ging knapp am Kreuzeck vorbei (49.). Die Gastgeber blieben am Drücker, konnten im Gegensatz zu den Pinguinen noch einen drauflegen und sich in der gegnerischen Zone festspielen. Rech (50.) und Phil Hungerecker (52.) vergaben. Eine Entscheidung fiel in der regulären Spielzeit nicht mehr, trotz Wolfsburger Überzahlsituation kurz vor Schluss.

Lessio sorgt für die Entscheidung

Weil aber Mathis Olimb kurz vor dem Ende noch eine unnötige Strafe wegen Behinderung kassierte, starteten nur drei Grizzlys in die Verlängerung. Wolfsburg hatte die Unterzahl gerade überstanden, da hätte Olimb den Siegtreffer erzielen können. Doch im Gegenzug traf der Ex-Wolfsburger Lessio für Krefeld (63.).

Das letzte Vorrundenspiel der Grizzlys am Freitag (19.30 Uhr) in Bremerhaven bei den Fischtown Pinguins müssen die Wolfsburger unbedingt gewinnen und gleichzeitig auf Schützenhilfe der Pinguins und der Krefelder gegen Düsseldorf hoffen. Gewinnt die DEG am Mittwoch glatt gegen Bremerhaven, haben die Grizzlys endgültig keine Chance mehr auf das Halbfinale.

Spiel kompakt

Grizzlys Wolfsburg: Strahlmeier –Melchiori, Bruggisser; Button, Bittner; Wurm, Likens; Adam – Rech, Pfohl, Nijenhuis; Boucher, Festerling, Hungerecker; Raabe, Järvinen, Görtz; Busch, Olimb, Machacek.

Krefeld Pinguine: Johansson – Brook, Bull; Sacher, Bappert; Valitov, Bindulis – Braun, Fitzgerald, Niederberger; Shatsky, Petrakov, Lessio; Saponari, Postel, Schymainski; Klöpper, Blank, Kuhnekath,

Tore: 0:1 (27:00) Braun (Postel/5:6), 1:1 (47:25 Machacek (Pfohl/Likens), 1:2 (6

Strafen: Wolfsburg 4 Minuten, Krefeld 8 Minuten.

Schiedsrichter: Sirko Hunnius und Marc Iwert.

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