Nach 1:3-Pleite in Krefeld: Grizzlys-Profis selbstkritisch

Wolfsburg.  Kapitän Sebastian Furchner und Phillip Bruggisser reden nichts schön nach dem 1:3 des Eishockey-Erstligisten Grizzlys Wolfsburg in Krefeld.

Mit Krefelds Laurin Braun liefert sich Grizzlys-Kapitän Sebastian Furchner in dieser Szene ein Laufduell.

Mit Krefelds Laurin Braun liefert sich Grizzlys-Kapitän Sebastian Furchner in dieser Szene ein Laufduell.

Foto: City-Press / Grizzlys Wolfsburg/oh

Die Dienstreise nach Krefeld hatten sich die Grizzlys Wolfsburg komplett anders vorgestellt. „Die Pinguine kamen in den ersten beiden Dritteln besser aus der Kabine als wir. Das war nicht unser Standard“, bilanzierte Phillip Bruggisser nach dem 1:3 seiner neuen bei seiner alten Mannschaft am zweiten Spieltag des Magenta-Sport-Cups, dem Vorbereitungsturnier der Deutschen Eishockey-Liga .

„Die Krefelder haben heute Schaum vor dem Mund“, sagte Grizzlys-Kapitän Sebastian Furchner nach dem zweiten Drittel im Live-Interview beim übertragenden TV-Partner der Liga. Er spielte dabei auf die kuriose Situation an, dass die Pinguine vor Spielbeginn zum Warmmachen nur ihren Torwart aufs Eis geschickt hatten. Hintergrund dafür soll eine neue Forderung der Klubführung sein, dass die Krefelder Spieler einen weiteren Gehaltsverzicht akzeptieren sollen. „Das war eine Teamentscheidung“, sagte Krefelds Kapitän Torsten Ankert zu der Aktion, „weiter wollen wir nicht darüber reden. Eishockey ist entscheidend.“

Beindruckt vom Protest?

Der Protest der Krefelder Mannschaft hätte den Grizzlys, die sich auf dem Eis hatten einspielen können, einen Vorteil bescheren müssen. Offenbar ließen sie sich davon aber eher beeindrucken. „Das sollte uns nicht beeinflussen“, mahnte Furchner zwar, jedoch vergebens.

Die Gastgeber lieferten über weite Strecken die bessere Leistung ab. „Ich bin nicht glücklich über das Spiel. Zum Glück waren heute keine Fans in der Halle, die mich hätten ausbuhen können. Aber vermisst habe ich sie trotzdem“, erklärte Bruggisser, der vergangene Saison noch das Pinguin-Trikot getragen hatte. Furchner indes bemängelte fehlende Puck-Kontrolle bei seiner Mannschaft. „Wir müssen die Scheibe besser sichern. Wir geben sie zu schnell ab“, kritisierte der Außenstürmer.

Top-Gegner wartet

Weiter geht es für die Grizzlys nun am Freitag (19.30 Uhr) mit dem Heimspiel gegen Bremerhaven. Ein Gegner, der für gewöhnlich von Trainer Thomas Popiesch top gecoacht ist. Das kann noch schlimmer ins Auge gehen, wenn es im Wolfsburger Spiel nicht stimmt.

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