Grizzlys-Trainer Cortina mahnt: „Wir müssen positiv bleiben“

Wolfsburg.  Beim Wolfsburger Eishockey-Erstligisten freut man sich aber über die Ankunft des Neuzugangs Chris Casto. Und der gibt sich gleich optimistisch.

Grizzlys-Trainer Pat Cortina (hinten) hat in dieser Woche viel zu bereden mit seinen Spielern.

Grizzlys-Trainer Pat Cortina (hinten) hat in dieser Woche viel zu bereden mit seinen Spielern.

Foto: imago/Jan Huebner

Es herrscht Gesprächsbedarf in dieser Woche bei den Grizzlys Wolfsburg. Nach fünf Niederlagen in Folge in der Deutschen Eishockey-Liga sind die Verantwortlichen des Klubs auch als Psychologen gefordert. Einer, der unbelastet an di

e bevorstehende Aufgabe am Freitag (19.30 Uhr) bei Meister München herangehen kann, ist am Montag eingetroffen im Allerpark: Neuzugang Chris Casto.

„Ich fühle mich gut und bin bereit, mit dem Team ins Training einzusteigen“, wird er auf dem Twitter-Account der Grizzlys zitiert. Die hatten den Verteidiger aus den USA am Wochenende verpflichtet und mit einem Vertrag bis Saisonende ausgestattet. Er erhält die neunte Importspieler-Lizenz und ist am Wochenende schon einsatzfähig. Am Dienstag geht er erstmals mit seinen neuen Kollegen zusammen aufs Eis.

Die wiederum werden sich von Cheftrainer Pat Cortina mit und ohne Videoanalyse einiges anhören müssen nach den jüngsten Pleiten. Das Team kam zuletzt nicht über zwei Tore pro Spiel hinaus. Das reicht selten zu Zählbarem in der Liga. Cortina sagte dazu aber: „Es ist schwer, in der DEL Tore zu schießen. Mannheim zum Beispiel war sehr stark. Gegen Düsseldorf aber hätten wir mehr als zwei Tore verdient gehabt. Mit ein bisschen Scheibenglück hätten wir drei oder vier Treffer erzielen können.“ Warum seine Mannschaft ein bisschen unter Ladehemmung leidet, ahnt der Coach. „Wir spielen mit viel Druck und wenig Selbstvertrauen. Vielleicht haben wir Zweifel. Das macht es noch schwieriger zu treffen.“

Doch komplett unzufrieden ist Cortina nicht mit dem Gezeigten gewesen. „Die Chancen sind da, die Idee ist da. Wir spielen mit viel Wille. Aber der kleine letzte Schritt fehlt noch. Ich weiß nicht, warum“, berichtete er. Seine Hoffnung: „Vielleicht ist das ein Test für uns und zwingt uns, mental noch stärker zu werden. Man darf nicht vergessen: Es ist ein neues Team, ein neuer Trainer, ein neuer Prozess. Wir müssen dranbleiben, wir müssen an uns glauben. Auf lange Sicht ist das vielleicht etwas Gutes. Es ist nicht leicht. Ich hoffe aber, dass es uns stärker macht.“

Über seinen Neuzugang für die Abwehr ist Cortina sehr froh. Nach dem Ausfall von Ryan Button (Kieferbruch) waren die Grizzlys in der Defensive knapp besetzt. „Chris“, sagte Cortina, „ist ein guter Allrounder und hat einen guten Körper. Er ist stark in der Abwehr, kann aber auch im Angriff helfen. Er ist ein solider Eishockeyspieler.“ Wunderdinge kann und wird der Trainer weder an Castos Premieren-Wochenende in der DEL noch generell vom US-Amerikaner erwarten. Allerdings hofft er auf folgenden Effekt: „Er gibt uns mehr Energie.“

Das gilt auch für Mike Sislo, falls der Stürmer, der gemeinsam mit Casto vergangene Saison in der AHL bei den Bridgeport Sound Tigers gespielt hatte, rechtzeitig von seiner Unterkörperverletzung genesen ist. „Ich hoffe, dass Mike am Freitag auch wieder spielen kann“, sagte Cortina. Vielleicht sind beide dann sogar eine Option fürs wechselhafte Powerplay.

Und verleihen dem Team Stabilität. „Es passiert zu oft in letzter Zeit, dass wir für einen Fehler mit einem Gegentor bestraft werden. Wir müssen positiv bleiben.“

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