Hamburg. Die EM-Auslosung ergibt für die deutsche Mannschaft eine machbare Gruppe mit stimmungsvollem Auftakt - und doch wird tiefgestapelt.

Um 16.51 Uhr ist Julian Nagelsmann endlich da: Ein dunkler Wagen fährt vor der Hamburger Elbphilharmonie vor und spuckt den Bundestrainer aus, der schnellen Schrittes über den roten Teppich ins Gebäude geht. Keine Zeit zu verlieren, Nagelsmann ist deutlich später dran als ursprünglich geplant: Das Schneetreiben am Samstagmorgen hat den öffentlichen Verkehr in und um München lahmgelegt, es fahren keine Züge und fliegen keine Flieger. „Aber Julian ist ja ein junger Mann, da setzt man sich auch mal ins Auto und fährt die Strecke“, wird Sportdirektor Rudi Völler später schmunzelnd sagen.