Dortmund. Nur noch ein Sieg ist der BVB von der neunten Meisterschaft entfernt. Vor dem Heimspiel gegen Mainz herrscht in der Stadt große Euphorie. Doch Coach Terzic setzt in der Vorbereitung auf Normalität.

BVB-Trainer Edin Terzic verzichtet vor dem spannendsten Bundesliga-Meisterfinale seit Jahren auf besondere Maßnahmen. Aus Sorge, die ohnehin hohe Anspannung bei seinen Profis vor dem Heimspiel am Samstag gegen den FSV Mainz 05 weiter zu vergrößern, setzt er auf Bewährtes.

„Natürlich ist es für uns eine ganz besondere Woche. Dennoch ist der Schlüssel, dass man nichts Besonders tut. Es geht nicht darum, außergewöhnliche Dinge einzufordern“, sagte der Fußball-Lehrer mit Blick auf das Titel-Fernduell mit dem FC Bayern. „Wir dürfen das nicht zu sehr an uns heranlassen. Das Spielfeld ist genauso groß wie letzte Woche. Und der Ball ist genauso rund wie letzte Woche.“

Vor dem letzten Spieltag führt der BVB die Tabelle mit zwei Punkten vor dem deutschen Fußball-Rekordmeister aus München an und könnte mit einem Sieg die neunte Meisterschaft feiern. Terzic gab sich kämpferisch und verwies auf die guten Trainingsleistungen unter der Woche: „Wir sind noch nicht fertig, aber wir sind bereit. Als Mannschaft, als Verein, als Stadt. Wir wollen unseren Weg mit einem Sieg am Samstag krönen.“ Gleichwohl erwartet er eine schwere Aufgabe: „Die Stärken von Mainz sind deutlich erkennbar. Sie sind eine der fittesten Mannschaften in der Liga und spielen sehr erwachsen.“

Ob der Tabellenführer wieder mit Jungstar Jude Bellingham planen kann, bleibt weiter offen. Der 19 Jahre alte englische Nationalspieler hatte sich vor zwei Wochen im Spiel gegen Mönchengladbach eine Knieblessur zugezogen und bis Mittwoch noch immer kein Mannschaftstraining bestritten. „Bei Jude gibt es noch ein Fragezeichen. Er konnte sein Trainingsprogramm intensivieren. Das sieht ganz gut aus. Wir werden kurzfristig entscheiden“, kommentierte Terzic.

Auf die Frage nach seinem Gemütszustand vor dem wohl wichtigsten Spiel seiner noch jungen Trainerkarriere antwortete der 40 Jahre alte Trainer gelassen: „Ob es das wichtigste Spiel für mich ist, kann ich nicht sagen.“ Es sei aber „das schönste“.