Lions-Abwehr lässt Dresden Monarchs abblitzen

Braunschweig.  Die aufmerksame Braunschweiger Defensive sorgt für die gute Ausgangslage vor dem Topspiel gegen die Hildesheim Invader.

Kompromisslos zerstörte die Lions-Abwehr fast alle Angriffshoffnungen der Dresdner.

Kompromisslos zerstörte die Lions-Abwehr fast alle Angriffshoffnungen der Dresdner.

Foto: Karsten Reißner

Als Robin Papke anderthalb Minuten vor dem Ende des Spiels den Ball nach einem weiten Kick sicherte, brandete Jubel im Eintracht-Stadion auf. Der Passverteidiger beseitigte die allerletzten Zweifel am hochverdienten 19:3-Sieg der Lions-Footballer gegen die Dresden Monarchs am Samstagabend. Den letzten Angriff neun Meter vor der gegnerischen Endzone führte das Team von Trainer Troy Tomlin erst gar nicht mehr aus.

Auch wenn es wohl nicht mehr brenzlig geworden wäre, war Papkes Aktion immens wichtig – für die Moral und das Selbstbewusstsein eine Woche vor dem absoluten Spitzenspiel gegen die Hildesheim Invaders. Der 27-Jährige verhinderte die Offensivaktion der Dresdner, als er nach einem missglückten Ballkontakt eines Gegenspielers hellwach zugriff und das Leder für die Seinen sicherte. Papke und seiner Positionskollegen hatten wie die gesamte Defensivabteilung ohnehin einen guten Tag erwischt – anders ließen sich die mickrigen drei Pünktchen der Monarchs wohl auch nicht erklären.

Papke: Die Defensive war super

„Unsere Defensive war super. Hätten wir vorher gewusst, dass wir so deutlich gewinnen, hätten wir das unterschrieben“, lobte der 1,86-Meter-Mann, der für die letzte Aktion der Partie viele Schulterklopfer von seinen Mitspielern bekam. „Das ist unser Team. Jeder freut sich über eine gute Aktion des anderen“, erklärte Papke, der auch gleich eine Erklärung für die kompakte Abwehr der Braunschweiger hatte. „Unsere Defense Line gibt dem Quarterback des Gegners so viel Druck, so dass er den Ball oft nicht sauber abspielen kann. Das hilft uns, die Pässe zu verteidigen.“

Ein anderer Passverteidiger gab indes ein vielversprechendes Debüt. Benjamin Barnes erhielt gleich in seinem ersten Spiel für die Lions viel Einsatzzeit – und zahlte das Vertrauen zurück. Dennoch gab er zu: „Bei mir ist noch viel Luft nach oben. Ich muss das System und die Spielzüge erst noch lernen.“ Der Routinier, der zuvor in Polen gespielt und in Frankfurt und Schwäbisch Hall zum Stammpersonal gehört hatte, war begeistert. „Das ist von der Stimmung her das beste Stadion, das ich je erlebt habe“, sagte der 27-Jährige, der schon länger mit Lions-Cheftrainer Tomlin in Kontakt gestanden hatte.

Bollmann erwartet intensives Videostudium vor Hildesheim-Spiel

Der Neuzugang hatte mit einigen guten Aktionen seinen Anteil daran, dass die Angriffe der Gäste keine Punkte nach sich zogen. Doch auch bei den Braunschweigern haperte es zuweilen im Spiel nach vorn. Zwar durchbrachen die Lions phasenweise spielend leicht die Verteidigung der Sachsen, aber in der Endabrechnung sprang lediglich ein Touchdown heraus. „Wir haben zu viele Strafen kassiert“, haderte Passempfänger Christian Bollmann, der mit viel Video-Studium und harten Trainingseinheiten in der kommenden Woche rechnet.

Denn im Spiel gegen Hildesheim wird eine Vorentscheidung um den Nord-Titel fallen. Mit dem zweiten Platz hätten die Braunschweiger im ersten Spiel der Meisterrunde Heimrecht – als Tabellenführer sogar im Spiel darauf. „Ich bin sehr froh, dass wir den Schritt gemacht haben, in Hildesheim um die Nord-Meisterschaft zu spielen“, sagte Tomlin. Und die wollen sich die Lions unbedingt sichern.

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