Wechsel fix: Robin Ziegele kommt vom VfL zur Eintracht

Wolfsburg/Braunschweig.  Der 22-jährige Innenverteidiger unterschreibt einen Vertrag bis 2021 und trägt künftig die Rückennummer 40 bei Eintracht Braunschweig.

Robin Ziegele steht vor einem Wechsel zu Eintracht Braunschweig.

Robin Ziegele steht vor einem Wechsel zu Eintracht Braunschweig.

Foto: Darius Simka / regios24/ Archivbild

Seit er sieben Jahre alt war, spielte Robin Ziegele für den VfL Wolfsburg. Er durchlief bei den Grün-Weißen zahlreiche Jugendmannschaften, schaffte den Sprung in die U17- und U19-Bundesligateams, erhielt beim Fußball-Bundesligisten anschließend sogar einen Profivertrag, auch wenn es „nur“ für Einsätze in der Regionalliga-Mannschaft reichte. Eine Biografie wie maßgeschneidert für einen, der in der Autostadt geboren wurde und vor dem VfL nur einen anderen Verein kannte: die TSG Mörse.

Nun hat sich der 22-Jährige allerdings zu einem harten Schnitt in seiner grün-weißen Seifenoper entschieden. Der Region bleibt der Abwehrspieler zwar treu, und einen großen Umzug kann er sich auch sparen – er wechselte nur einige Kilometer den Mittellandkanal entlang und schließt sich dem Drittligisten Eintracht Braunschweig an.

"Game of Thrones" und Fußball

Aus Wolf wird Löwe. Beim Fantasy-Epos „Game of Thrones“ wäre so etwas zeitweise der ultimative Verrat gewesen. Aber zum Glück ist die Realität in der Fußball-Welt deutlich gnädiger, und am Ende haben habe ja auch in der Fernsehserie Starks und Lennisters Seite an Seite gekämpft. Von daher wird wohl auch Ziegeles Wechsel von Grün-Weiß zu Blau-Gelb keine großen Probleme aufwerfen, selbst wenn der eine oder andere Fan in Braunschweig oder Wolfsburg zunächst etwas mit den Zähnen knirscht.

Aber in der vergangenen Saison hat bereits Yari Otto bewiesen, dass eine Wolfsburger Vergangenheit und eine Braunschweiger Gegenwart gut zueinanderpassen und der Eintracht einen sportlichen Mehrwert bieten können. Zumal Ziegele auf einer Position zu Hause ist, auf der die Blau-Gelben noch Nachholbedarf hatten. Nach dem Abgang von Christoph Menz und dem längerfristigen Ausfall von Felix Burmeister, der zudem ein Wechselkandidat ist, waren die Alternativen in der Innenverteidigung zuletzt dünn gesät. Und genau in der zentralen Abwehr fühlt sich Ziegele am wohlsten.

Kann auch Außenverteidiger spielen

Er kann aber auch auf den Außenbahnen verteidigen. 53-mal lief er in den vergangenen Jahren für den VfL in der Regionalliga auf. Einmal stand er in der vergangenen Saison im Bundesliga-Kader, wurde am achten Spieltag gegen Nürnberg aber nicht eingesetzt. In Braunschweig erhält Ziegele einen Vertrag bis zum 30. Juni 2021, den er am Freitag nach dem Medizincheck bei den Löwen unterzeichnete. Der Innenverteidiger wird bei der Eintracht die Rückennummer 40 tragen.

„Mit Robin haben wir unseren absoluten Wunschspieler verpflichten können. Wir haben mehrfach betont, dass wir uns auf der Innenverteidiger-Position noch verstärken wollen. Mit Robin haben wir jetzt einen Spieler mit besonderem Format, der ein Kandidat für die erste Elf ist und zudem unter die U23-Regelung fällt“, wird Sportdirektor Peter Vollmann in einer Pressemitteilung der Eintracht zitiert.

„Mein erster Eindruck ist sehr positiv. Die Gespräche mit dem Trainer haben mich davon überzeugt, mich für Braunschweig zu entscheiden. Ein paar Jungs kenne ich noch von früher, und ich will die Möglichkeit nutzen, mich hier weiterzuentwickeln und den nächsten Schritt zu machen“, sagt Ziegele zu seinem Wechsel in die Löwenstadt.

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