Kabarettistische Plauderstunde und Lesung in Salzgitter-Bad

Salzgitter-Bad.  Auch in diesem Jahr gibt es wieder Lesungen in der Kniestedter Kirche. Weiter geht es mit der Reihe am Donnerstag, 20. Februar, 19.30 Uhr.

Radek Knapp.

Radek Knapp.

Foto: www.corn.at Heribert CORN

Dann präsentieren Sybille und die kleinen Wahnsinnigen (Sybille Hein & Band) „Kann man vom Schreiben leben – und wenn ja, wie oft?“. Geboten wird laut Veranstalter eine kabarettistische Plauderstunde mit Einblicken in die Buch- und Verlagswelt und natürlich ins Autorenleben. Angereichert werden soll das Ganze mit viel schrägem Liedgut.

Sind Schreibblockaden eine Erfindung der Süßigkeitenindustrie? Wieso wohnen so viele Autoren in ihren Schlafanzügen? Weshalb schreiben Legastheniker die größten Bestseller? Wie viel Gehirne besitzt der Autor von „Games of Throne“? Warum ist beim Schreiben und im Leben so oft das Ziel im Weg? Hatte Gott mit „Licht der Welt“ das Rampenlicht gemeint? Diese und andere große Fragen, so heißt es in der Mitteilung, sollen ausufernd besprochen werden.

Dabei sei der Austausch mit dem Publikum unbedingt erwünscht. An Sybille Heins Seite seien „Die kleinen Wahnsinnigen“, eine Berliner Groovecombo. So ergibt sich folgendes Bild der Akteure: Sybille Hein (Texte, Moderation, Gesang), Falk Effenberger (Komposition, Piano), Robert Gromotka (Kontrabass, Querflöte) und Muhammed Rafat (Schlagzeug).

Tickets gibt es im Vorverkauf für 12 Euro, an der Abendkasse kosten sie 14 Euro.

Weiter geht es dann am Donnerstag, 26. März, mit Radek Knapp. Die Lesung „Der Mann, der Luft zum Frühstück aß“ beginnt um 19.30 Uhr. In seinem unverwechselbaren Stil erzählt Knapp, was es bedeutet, als Kind alles, was man gekannt und geliebt hat, zu verlassen, um in einem Land zu leben, in dem man nichts versteht, heißt es in der Mitteilung. Nachdem er mit zwölf Jahren – unfreiwillig – von Warschau nach Wien übergesiedelt ist, ist Walerian schon früh ganz auf sich allein gestellt. Seine schulische Karriere ist kurz und endet mit seinem Hinauswurf. Als ihn seine Mutter ebenfalls auf die Straße setzt, kostet er in seiner neuen Bleibe das Gefühl der Freiheit aus – und die Bekanntschaft mit Schimmelpilz. Er schlägt sich mit Gelegenheitsjobs durch und dringt wie ein Archäologe in immer tiefere Schichten des Wiener Lebens vor.

Dort stößt er auf wenig Sympathie für Menschen von jenseits der Grenze und lernt einiges über die Grenzen des guten Geschmacks und der Legalität. Irgendwann versteht er, dass „Zuhause“ überall sein kann – wenn es ihm gelingt, seinen eigenen Weg zu finden.

Radek Knapp, 1964 in Warschau geboren, lebt als freier Schriftsteller in Wien und in der Nähe von Warschau, so der Veranstalter. Sein Roman „Herrn Kukas Empfehlungen“ sei ein Longseller. Außerdem erschienen von ihm unter anderem die Erzählungssammlung „Papiertiger“, eine „Gebrauchsanweisung für Polen“, der mit dem aspekte-Preis ausgezeichnete Band „Franio“ und 2015 der Roman „Der Gipfeldieb“.

Die Karten kosten im Vorverkauf 8 Euro, an der Abendkasse 10 Euro. Beide Lesungen finden statt in der Kniestedter Kirche, Braunschweiger Straße 133, in Salzgitter-Bad, und werden veranstaltet vom Fachdienst Kultur der Stadt Salzgitter (Literaturbüro).

Der Vorverkauf hat bereits begonnen: Bürgercenter SZ-Bad und Lebenstedt, Post & Ticket-Forum in Salzgitter-Bad, Young-Ticket-Event in Lebenstedt), Buchhandlung im Ärztehaus in Lebenstedt), Buchhandlung Lesezeichen in Salzgitter-Bad). Weitere Informationen: sowie unter literaturbuero@stadt.salzgitter.de

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