Ortsrat diskutiert über Wohnmobil-Parkplätze

Salzgitter-Bad  Intensiv diskutierte der Ortsrat Süd über die Einstellplätze für Wohnmobile in Salzgitter-Bad. Eine Lösung gibt es weiterhin nicht.

Wo können Wohnmobile und -gespanne in Salzgitter-Bad ideal stehen? Diese Frage gilt es weiter zu klären.

Wo können Wohnmobile und -gespanne in Salzgitter-Bad ideal stehen? Diese Frage gilt es weiter zu klären.

Foto: Archiv

Welcher ist der ideale Standort für Wohnmobileinstellplätze in Salzgitter-Bad? Mit dieser Frage beschäftigte sich der Ortsrat Süd am Mittwochabend intensiv – ohne allerdings ein befriedigendes Ergebnis zu erreichen.

Zugrunde lag der Debatte ein Prüfauftrag zur Verlegung der Einstellplätze vom Thermalsolbad-Parkplatz zum Union-Parkplatz. In der Begründung von SPD, MBS und Grünen heißt es dazu unter anderem: „Der jetzige Standort des Wohnmobilstellplatzes wird nicht angenommen.“ Der Union-Parkplatz als neuer Standort eigne sich in besonderer Weise, weil er viele Vorteile biete wie etwa die Stadtnähe sowie Rad- und Wanderwege in unmittelbarer Umgebung.

Peter Kozlik (MBS) wollte den Antrag im Ortsrat umformulieren und Nägel mit Köpfen machen. „Fakt ist, die Einstellplätze sind ein Flop. Wir wollen jetzt keine Prüfung, sondern ein sofortige Umsetzung.“ Er plädierte dafür, den Antrag zum Prüfauftrag zu ändern und die Verwaltung direkt zu beauftragen, auf dem Unions-Parkplatz neue Einstellplätze zu errichten.

Hermann Fleischer (Die Linke) merkte an, dass der Standort am Thermalsolbad nicht ganz ideal sei, wollte aber zunächst erfahren, wie viele Wohnmobile den Platz im vergangenen Jahr überhaupt genutzt hätten. 120 bis 150 seien es über das Jahr verteilt gewesen, wusste Hermann Keune (SPD) zu berichten. Bürgermeister Michael Hoffmann (CDU) machte zur Güte schließlich den Vorschlag, keinen Beschluss zu fassen, sondern in weiteren Ausschüssen über das Thema zu beraten. „Denn mir scheint, wir wollen am Ende alle das gleiche. Die Stärkung des touristischen Standorts Salzgitter-Bad.“ Darauf wollte sich Kozlik nicht einlassen, weshalb es schließlich zur Abstimmung des Antrags kam, die mit acht Ja-, zehn Nein-Stimmen und einer Enthaltung endete.

Falsch-Parker im Bereich „Am Salgenteich/Lange Wanne“

Eine Mitteilungsvorlage zum Thema Falsch-Parken im Bereich „Am Salgenteich/Lange Wanne“, die Torsten Fleige-Lütgering eingehend mit Hilfe von Bildmaterialien erklärte, sorgte ebenso für viel Gesprächsstoff. „Hier gibt es einen klassischen Interessenkonflikt“, erläuterte Fleige-Lütgering. „Die Anlieger sagen, wir wollen an bestimmten Stellen, zum Beispiel mit Rollatoren queren können. Und auf der anderen Seite gibt es ein Parkinteresse.“ Das Dilemma: Die als Parkraum genutzten Flächen sind nie zu diesem Zweck gedacht gewesen. Wer dennoch auf den entsprechenden Flächen parkt und das zum Beispiel mit einem Kombi tut, steht automatisch auf dem Rad- beziehungsweise Gehweg. „Nach verschiedenen Eingaben und Anrufen haben wir versucht, einen Kompromiss zu finden“, sagte Fleige-Lütgering. Poller sollen künftig verhindern, dass Fahrzeuge von mehr als vier Metern Länge auf den Rad- beziehungsweise Gehweg ragen.

Alexander Leinweber (CDU) machte darauf aufmerksam, dass ein Kind, dass die Straße queren wolle, für einen herankommenden Autofahrer nicht sofort zu erkennen sei, wenn es plötzlich hinter parkenden Auto hervorkomme. Fleige-Lütgering wies darauf hin, dass grundsätzlich gelte, dass die Querenden aufpassen müssen. In diesem Fall also beispielsweise die Begleitperson des Kindes.

Insgesamt stieß der von Fleige-Lütgering vorgetragene Kompromissvorschlag auf sehr positive Resonanz. „Ich finde Ihre Ideen besonders lobenswert. Das ist sehr gut ausgearbeitet“, lobte Dincer Dinc (SPD). „Der Kompromiss ist richtig gut“, befand Kozlik. Klaus Löwe (CDU) zeigte sich derweil überzeugt, dass der Ärger bleiben werde. „Wir müssen einfach mehr Parkraum schaffen.“

Neue Kennzeichnung für Parkplätze in der Tiefgarage

Einstimmig plädierte der Rat für den Antrag von Fleischer, die Parkplätze in der Tiefgarage von Salzgitter-Bad neu zu kennzeichnen – die Verwaltung hatte 2015 bereits zugesichert, dass Anfang 2016 zu tun und gegebenenfalls einzelne Stellplätze zu verbreitern.

Ebenfalls einstimmig sprach sich der Ortsrat dafür aus, den Weg zwischen dem kleinen Rathaus und dem Ratskeller zu begradigen.

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