Salder. Zum ersten Mal traten sie in Salder auf. Wie die Maxim-Kowalew-Don-Kosaken das Publikum in der Schlosskirche begeisterten, steht hier.

Der Maxim-Kowalew-Don-Kosaken-Chor war am Samstagnachmittag zu Gast in der Schlosskirche St. Maria Magdalena in Salder. Zum Auftakt der Veranstaltung, die sich als Konzert der Völkerverständigung verstanden wissen wollte, begrüßte Renate Menzel-Müller, die Vorstandsvorsitzende des Kirchenvorstandes, die Gäste.

Bereits vor zwei Jahren hatte sich der Chor um den Auftritt bemüht und jetzt bekamen die Zuhörer die stimmgewaltigen Kosaken zu hören. Allerdings fanden nur wenige den Weg zu dem Konzert. Vor nur rund 50 Besuchern sang der Chor, bekam aber viel Beifall vom Publikum.

Was die Don Kosaken ihrem Publikum boten

Den Auftakt des einstündigen Konzerts bildeten sakrale Gesänge wie das „Vater unser“ oder „Skinie“, ein Kirchenlied. Ein altes Volkslied, das in Georgien „Suliko“ heißt, beeindruckte durch die Sangeskunst des Chores. Die Akustik der Schlosskirche trug viel dazu bei, die Stimmen noch mehr in den Fokus zu rücken.

Der musikalische Reigen wurde bestimmt von melancholischem Gesang, der den ersten Teil der Veranstaltung trug, und im zweiten drang das leichtere Liedgut mit Volksliedern in die Kirche von Salder. In jedem Fall war es beeindruckend, wie die Sänger Lieder sangen und in Gebetsform vortrugen.

So reagierte das Publikum auf den Auftritt der Don Kosaken

Das Gehörte bestand aus russisch-orthodoxen Klängen, die diszipliniert und mit einer stimmlichen Exaktheit dargeboten wurden. Der Chor bestand aus sieben Männern in traditioneller Kosakenbekleidung. Ihre Stimmen wurden vom Kircheninnenraum getragen. Eine ältere Besucherin war gespannt auf den Chor und erwähnte, dass sie sich besonders freue, weil sie früher mit ihrem Vater in Kirchen zu diesen Veranstaltungen gegangen sei. Für sie bedeutet das Konzert Erinnerung an ihre Kindheitstage.

So wollten die Don Kosaken ihren ersten Auftritt in Salder verstanden wissen

Der Maxim-Kowalew-Don-Kosaken-Chor war erstmals zu Gast in Salder und überzeugte die Zuhörer, denn es gab nach jedem Lied Applaus. Ein Anliegen war es laut Veranstalter, den Chorsängern aus Weißrussland ihre Solidarität mit der ukrainischen Bevölkerung durch ihr individuelles Programm, in dem ukrainische Gesänge vorgetragen wurden, auszudrücken. Sich an die Tradition der großen alten Kosaken-Chöre haltend, zeichnet sich der Chor durch seine Disziplin aus, die dem musikalischen Gesamtleiter Maxim Kowalew zu verdanken ist.

Der Gesang ist ein steter Wechsel zwischen tiefen Bässen, Chorgesang, Bariton bis hin zu den Tenören. Ein Raunen ging durch den Kircheninnenraum, als der Chor das Lied „Ich bete an die Macht der Liebe“ anstimmte. Mit einer Zugabe endete der Konzertnachmittag für die Gäste und für die Sänger mit viel Applaus.