Polizei kontrolliert am Vatertag verstärkt am Salzgittersee

Salzgitter.  Wie das Ordnungsamt der Stadt Salzgitter will auch die Polizei es zunächst mit freundlicher Ansprache versuchen, bevor es Bußgelder gibt.

Erster Polizeihauptkommissar Frank Datko (links) hofft, in diesem Jahr keinen großen Menschenansammlungen am Salzgittersee zu begegnen.

Erster Polizeihauptkommissar Frank Datko (links) hofft, in diesem Jahr keinen großen Menschenansammlungen am Salzgittersee zu begegnen.

Foto: Jürgen Stricker

Jede Gruppe, die am Himmelfahrtstag in Salzgitter unterwegs und von der Polizei gesichtet wird, muss mit einer Kontrolle durch die Ordnungshüter rechnen: Auch am Vatertag gelten die Corona-bedingten Kontaktbeschränkungen. Wie in den Vorjahren liegen die Schwerpunkte der Kontrollen am Salzgittersee und rund um den Parkplatz am Lichtenberger Burgberg.

Allerdings muss nicht jeder damit rechnen, sofort ein Bußgeld zahlen zu müssen. „Viele Menschen kommen bei den immer wieder abgeänderten Regelungen kaum noch hinterher“, hat Erster Polizeihauptkommissar Frank Datko festgestellt. Daher werde es in der Regel zunächst erst einmal eine Ansprache geben, wenn er und seine Kollegen auf Gruppen treffen, so der Einsatzleiter. „Wenn die Leute einsichtig sind, ist es auch okay.“

Ganz klar sei aber: Die Kontaktbeschränkungen samt Abstandsregelungen gelten weiter. „Insbesondere“, sagt Datkos Kollege Polizeisprecher Matthias Pintak, „verweisen wir auf das bestehende Abstandsgebot von mindestens 1,5 Metern zu anderen Personen. Dieses gilt nicht gegenüber Personen, die dem Hausstand der kontrollierten Person oder einem weiteren Hausstand angehören.“

Wenn Gruppen von der Polizei angetroffen werden, folgt in einem ersten, oft ausreichendem Schritt die Ansprache. Sollte es ein widerspenstiges Verhalten der überprüften Personen geben, etwa aufgrund von Alkoholkonsum, kann die Polizei einen Platzverweis aussprechen oder wahlweise ein Verfahren wegen einer Ordnungswidrigkeit einleiten. Erst im allerletzten Schritte käme es zu einer „Ingewahrsamnahme“, wie es im Polizeideutsch heißt, sprich: Für den Rest des Tages würde ein Aufenthalt in der Zelle folgen.

Datko, der wie im Vorjahr Einsatzleiter an Christi Himmelfahrt ist, hofft, dass es dazu nicht kommen muss und die Bürger Einsicht zeigen. Pintak ergänzt: „Wir hoffen, dass es friedlich bleibt und die Leute zuhause bleiben.“ Angesichts der guten Wetteraussichten geht Datko indes davon aus, dass es doch zahlreiche Menschen an die frische Luft ziehen wird – wogegen bei Einhaltung der von der Landesregierung erlassenen Corona-Vorschriften auch gar nichts spreche.

Auch, wenn es wie schon in den vergangenen Wochen bei gutem Wetter der Fall gewesen ist, mit zahlreichen Besuchern insbesondere rund um den Salzgittersee zu rechnen ist, möchte di Stadt ausdrücklich kein Aufenthaltsverbot für den See aussprechen, sagt Achim Zöfelt, Leiter des städtischen Ordnungsamtes.

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Auch Mitarbeiter des Ordnungsamtes werden am Donnerstag im Stadtgebiet sehr präsent sein. Über die von der Polizei genannten Orte hinaus nennt Zöfelt noch den Rosengarten in Salzgitter-Bad als einen weiteren Kontrollschwerpunkt. Auch er sagt: „Wir weisen, wenn wir auf Gruppen treffen, zunächst einmal auf die aktuellen Regelungen hin und werden es bei einer Ermahnung belassen. In der Regel würden seine Mitarbeiter gemeinsam in Teams mit der Polizei unterwegs sein. „Ganz einfach auch, weil wir damit rechnen, im Zweifelsfall Unterstützung zu benötigen.“ Sollte es nämlich gerade an Vatertag zu Zusammentreffen mit Bürgern kommen, die unter Alkoholeinfluss stehen, sei es für Polizisten allein schon aufgrund ihrer entsprechenden Ausbildung leichter möglich, etwa einen Platzverweis auszusprechen. Zöfelt hofft derweil ebenso wie die Polizei, dass es möglichst ruhig bleibt.

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