Bänker bauen Bällebad für Kita-Kinder in Gebhardshagen

Gebhardshagen.  In der Kita Arche-Noah ist dank des Projekts „Brücken bauen“ ein langgehegter Wunsch von Erziehern und Kindern in Erfüllung gegangen.

Der Kindergarten Arche Noah in Salzgitter-Gebhardshagen hat ein Bällebad: Im Zuge der Aktion Brücken bauen engagierten sich Mitarbeiter der Braunschweigischen Landessparkasse und bauten anhand einer Skizze in mehreren Tagen ein entsprechendes Bad auf.

Der Kindergarten Arche Noah in Salzgitter-Gebhardshagen hat ein Bällebad: Im Zuge der Aktion Brücken bauen engagierten sich Mitarbeiter der Braunschweigischen Landessparkasse und bauten anhand einer Skizze in mehreren Tagen ein entsprechendes Bad auf.

Foto: Jürgen Stricker

Ein großer Wunsch der Kinder im Gebhardshagener Arche Noah-Kindergarten ist in Erfüllung gegangen: Seit dieser Woche haben sie ihr langersehnte Bällebad. Möglich wurde das, weil sich mehrere Bänker im Zuge des sozialen Projekts „Brücken bauen“ (wir berichteten) unentgeltlich engagierten.

Monika Rogge-Czernek, neben ihrem Kollegen Christoph Seidig Leiterin des heilpädagogischen Kindergartens, freut sich ganz besonders für „ihre“ Kinder. „Seit Tagen standen sie immer wieder vor der Tür und fragten, wann sie endlich rein dürfen.“ Das Bällebad ist in einem separaten Gebäude des Kindergartens untergebracht und als Indoor-Spielplatz angelegt. Hier waren die Bänker Markus Leja, Rainer Gauler und Thomas Wolff von der Braunschweigischen Landessparkasse (BLSK) nicht nur am „Brücken bauen“-Aktionstag Mitte September tätig, sondern auch schon zuvor und danach. Zunächst entwarfen sie anhand eines Bildes, das ihnen von der Kita zugespielt wurde, ein Bällebad, kamen dann zum Aufbau und später nochmals, um den Feinschliff zu erledigen. Die Materialkosten hatte die Braunschweigische Sparkassenstiftung übernommen.

Dem Bällebad kommt in der Kita eine besondere Bedeutung zu. 85 Kinder besuchen die Einrichtung, davon 55 Kinder mit Beeinträchtigungen beziehungsweise Kinder, die von Beeinträchtigungen bedroht sind, wie Rogge-Czernek erklärt. „Es geht beim Spielen im Bällebad nicht nur um Spaß, sondern auch um die Körperwahrnehmung und Oberflächenerfahrung“, sagt die Diplom-Sozialpädagogin. Inklusion werde in der Kita groß geschrieben. Kinder mit und ohne Behinderungen, Kinder aus unterschiedlichen Kulturen und Religionen und Kinder, die unterschiedliche Sprachen sprechen, werden hier betreut.

Nachdem der Indoor-Spielplatz, der neben einem Bällebad auch über eine Therapieschaukel verfügt, nun um eine Attraktion reicher ist, sollen im kommenden Jahr im Außenbereich „Spielmöglichkeiten vor allem auch für unsere Kinder in Rollstühlen geschaffen werden“, sagt Klaus Schlinga, Geschäftsführer des Caritas-Verbandes Salzgitter, in dessen Trägerschaft die Kita betrieben wird. Im Herbst werden nun Pläne erstellt, die im Frühjahr kommenden Jahres realisiert werden sollen. „Damit wir allen Kindern gerecht werden können“, sagt Rogge-Czernek, „wollen wir unter anderem Matsch-Tische in verschiedenen Höhen bauen.“ Daran könnten dann beispielsweise auch Kinder im Rollstuhl spielen. Zudem sei eine Art Karussell geplant, in dem auch Rollstuhlfahrer mitfahren können.

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