Azubis lernen im Rhetorik-Seminar, andere für sich zu gewinnen

Braunschweig.  Fünf „Zukunft Bilden“-Azubis haben im Video-Workshop „Rhetorik und Präsentation“ viel über eine gelungene Präsentation vor Publikum gelernt.

Max Schumacher (oben von links), Ida Wittenberg (Projektredakteurin), Armin Rott, Sebastian Bartos, Leon Siegert, Diana Riemer und Celina Rühl konnten viel aus dem Rhetorik-Workshop mit Sebastian Bartos mitnehmen.

Max Schumacher (oben von links), Ida Wittenberg (Projektredakteurin), Armin Rott, Sebastian Bartos, Leon Siegert, Diana Riemer und Celina Rühl konnten viel aus dem Rhetorik-Workshop mit Sebastian Bartos mitnehmen.

Foto: Privat

Von Nervosität geplagt, ein trockener Hals, schwitzige Hände, gar ein Blackout – all das kann bei einer Präsentation vor vielen Menschen schon einmal vorkommen. Doch das Lampenfieber in den Griff bekommen, und mit den richtigen Tipps auch noch einen überzeugenden Auftritt absolvieren, dass gelingt nicht nur den Profis. Fünf Auszubildende von MAN in Salzgitter und VW Financial Services in Braunschweig haben im Workshop „Rhetorik und Präsentation – so gelingt der souveräne Auftritt“ mit Sebastian Bartos, Trainer beim Braunschweiger Unternehmen „Kompetenzsprung Personalentwicklung“, gelernt, welche Tipps und Tricks sie für den gelungenen Auftritt anwenden können.

Die Jugendlichen sind Teilnehmer der Bildungsinitiative „Zukunft Bilden“ und erhalten für ein Jahr von ihren Ausbildungsbetrieben nicht nur ein Zeitungsabonnement, sie können auch aus einem vielseitigen Mitmach-Programm wählen. In dem Projekt sollen die Azubis ihre Allgemeinbildung und ihre Medienkompetenz trainieren.

Einleitung, Hauptteil und Schluss bilden das Grundgerüst

„Wir brauchen und benutzen unsere Rhetorik immer“, weiß Bartos. „Beruflich müssen wir unsere Körpersprache und Stimme nur etwas professioneller einsetzen, als im Alltag.“ Im Video-Workshop hat Bartos die Theorie mit der Praxis verbunden. Für den gelungenen Auftritt bedarf es nämlich auch einer guten Vorbereitung. Die Azubis aus der Region lernten daher zunächst, ihren Vortrag verständlich zu strukturieren. „Einleitung, Hauptteil und Schluss sind das Grundgerüst einer guten Präsentation – auch bei den Profis ist das so“, betont Bartos. 15, 75 und 10 Prozent – so sollte die Aufteilung in der Präsentation gewichtet sein.

Die Azubis wagen dabei sogar einen Blick in das menschliche Gehirn. „Wenn wir die analytischen und die kreativen Hirnareale miteinander verknüpfen, können wir am besten lernen“, weiß Bartos. Das kann auch für einen Vortrag nützlich sein. „Werden dazu noch genügend Pausen gemacht, kann der Zuhörer sich mehr merken und bleibt fokussiert.“

Atempausen sind wichtig für einen guten Auftritt

Damit der Vortrag überzeugt, muss dann aber auch der Gesamteindruck stimmen. Eine aufrechte Körperhaltung, fester Bodenkontakt oder ein freundliches Lächeln können bei einer Präsentation viel beeinflussen. Zudem lernten die Azubis auch, ihre Stimme richtig einzusetzen und an den richtigen Stellen im Vortrag Atempausen einzulegen. Denn nur eine kraftvolle und stabile Stimme kann überzeugen. Und dann ging es für die Azubis auch schon an den Live-Test.

Video-Analyse wird auch zur eigenen Reflexion eingesetzt

Jeder sollte eine zweiminütige Präsentation zu seinem Ausbildungsberuf vorbereiten und diese anschließend vor der Kamera und vor den anderen Teilnehmern präsentieren. Körpersprache und Rhetorik standen dabei im Fokus. Bei der anschließenden Video-Analyse konnte auch der jeweilige Redner die Einschätzungen der anderen besser nachvollziehen und Bartos seine Verbesserungsvorschläge direkt anbringen.

Diana Riemer, Auszubildende bei VW Financial Services, nimmt aus dem Workshop viel für die weitere Ausbildung mit: „Ich werde auf jeden Fall versuchen, ruhiger an die Präsentation heranzugehen, um mein Lampenfieber in den Griff zu bekommen. Aber ich werde auch weiterhin versuchen, meine positive Energie gekonnt einzusetzen.“

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