Die besten Ideen für den Campus

Braunschweig  Das Projekt Sandkasten der Technischen Universität Braunschweig findet bundesweit Nachahmer.

Dafür gab es sogar den Braunschweiger Klimaschutzpreis: Im Juni 2017 fand auf dem TU-Campus das erste „Organic Beats Festival“ statt, das 500 Menschen mit Sonnenstrom tanzen ließ.

Dafür gab es sogar den Braunschweiger Klimaschutzpreis: Im Juni 2017 fand auf dem TU-Campus das erste „Organic Beats Festival“ statt, das 500 Menschen mit Sonnenstrom tanzen ließ.

Foto: Lina Probst

Es reicht nicht nur, gute Ideen zu haben. Man muss auch gute Leute haben, die sie umsetzen. Beides trifft in besonderer Weise für die TU Braunschweig zu, wo das Team Sandkasten nicht nur den Campus verschönert, sondern auch die Studenten von Beobachtern zu echten Akteuren macht. Und das ist wichtig! Schon ist das ein Modell, das bundesweit Furore macht und andere deutsche Unis anlockt, um es nachzumachen.

So muss das sein. Studenten engagieren sich für ihre Hochschule, gleichzeitig werden ihre Ideen und Verbesserungen schnell umgesetzt. Die Campusgestaltung an der TU nimmt so richtig Fahrt auf. Vor einem Jahr wurde die neue Online-Plattform des Sandkastens von Prof. Susanne Robra-Bissantz vom Institut für Wirtschaftsinformatik und ihrem Team gestartet. Dort sind mittlerweile 50 Projekte für einen lebenswerten Campus von Studenten und Mitarbeitern online gestellt worden – und zum Großteil bereits umgesetzt. 200 Ehrenamtliche engagieren sich für Veranstaltungen wie etwa das Organic-Beats-Festival, das 500 Menschen mit Sonnenstrom tanzen ließ – und mit dem Braunschweiger Klimaschutzpreis ausgezeichnet wurde.

Selbstgebaute Hängematten auf der Mensawiese, ein Pavillon am Campus-Nord mit einer innovativen Holzkonstruktion oder eine App, die den Studenten freie Lernplätze zeigt, haben den TU-Campus bereits richtig nach vorn gebracht. Wichtig für Projekt Sandkasten ist, wirklich alle auf dem Campus zu erreichen. Deshalb setzt die Plattform auf pfiffige Mechanismen: Wie bei Online-Petitionen wird bei neuen Projekten eine Kampagne gestartet, bei der jeder an der TU seine Stimme geben kann. Insgesamt sind so schon über 5000 Fans für Projekte zusammengekommen und haben bereits früh viel Aufmerksamkeit erzeugt. Wer nicht sehr aktiv in einem Projekt sein will und nicht jedes Treffen mitmachen möchte, kann sich auch ganz gezielt als Helfer eintragen – und bastelt dann etwa im Protohaus beim „Sonnensystem“ mit. Das ist eine Soundanlage auf einem elektro-betriebenen Fahrradanhänger. Neu sind die Förderungen, bei denen Unternehmen aus der Region die Projektteams finanziell unterstützen. Die Förderer zeigen an, wie viel sie geben möchten. Und die Projektteams bewerben sich direkt. Das läuft so gut, dass bereits sieben Förderer und mehr als 10 000 Euro Budget für Projekte gewonnen wurden ...

„Mit Sandkasten bauen wir wirkungsvoll an einem lebenswerten Campus“, sagt Projektkoordinator Pascal Abel. Und „Wir hören erst auf, wenn wirklich jeder an der TU irgendwie mitmacht.“

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