Sie machen Krebspatienten Mut

Wolfsburg  Unsere Spendenaktion „Das goldene Herz“ fördert Krebs-Initiativen. Der Verein „Wolfsburg hilft“ bietet unter anderem Gesprächskreise an.

Ute Schulze (von links) und Petra Neumann-Wollenhaupt packen derzeit im Namen des Vereins Geschenke in der City-Galerie Wolfsburg ein – und hoffen dabei auf jede Menge Spenden für „Wolfsburg hilft“.

Foto: regios/H.Landmann/K. Keller

Ute Schulze (von links) und Petra Neumann-Wollenhaupt packen derzeit im Namen des Vereins Geschenke in der City-Galerie Wolfsburg ein – und hoffen dabei auf jede Menge Spenden für „Wolfsburg hilft“. Foto: regios/H.Landmann/K. Keller

Ein großer Wunsch von Petra Neumann-Wollenhaupt ist es, dass die Existenz ihres Vereins „Wolfsburg hilft“ unnötig wird. „Doch das wird bedauerlicherweise nicht passieren“, erklärt die Wolfsburgerin ein wenig gedankenverloren. Denn es wird leider immer wieder Menschen geben, die an Krebs erkranken.

Der Verein für Leukämie-, Hodgkin- und Plasmozytom-Erkrankungen bietet Betreuung und finanzielle Unterstützung an – seit nunmehr über 22 Jahren. Zahlreiche Typisierungsaktionen haben die Verantwortlichen bereits in und um Wolfsburg organisiert. Ins Leben gerufen hat den Verein seinerzeit Petra Neumann-Wollenhaupt – als betroffene Mutter. Ihr damals achtjähriger Sohn erkrankte an Lymphdrüsenkrebs. Eine Chemotherapie folgte, ihr Sohn besiegte den Krebs und ist heute 34 Jahre alt. „Wir hatten das große Glück, dass wir komplett geblieben sind. Ich wollte aber etwas zurückgeben“, berichtet die 59-Jährige.

Es liefen also fortan Typisierungsaktionen im Wolfsburger Raum. Schließlich standen die Verantwortlichen aber vor den wegweisenden Fragen: Stellen wir das Ganze auf ein vernünftiges Fundament – also gründen wir einen Verein? Oder hören wir auf?

Petra Neumann-Wollenhaupt und ihre Mitstreiter entschieden sich für das Weitermachen. „Schnell wurde die Gemeinnützigkeit anerkannt“, erinnert sich die Wolfsburgerin – und somit war schnelle Hilfe möglich. „Angehörige benötigen in solch schweren Situation bestimmte Dinge“, erklärt die 59-Jährige. Beispielsweise ist einem mit einer Bahncard manchmal schon geholfen, um die Wege etwa zur Medizinischen Hochschule in Hannover leichter zurücklegen zu können.

Sehr viel Unterstützung erfährt der Verein, berichtet die Vorsitzende. Auch junge Leute haben ein offenes Herz, betont Neumann-Wollenhaupt. „Wir sehen durch unsere Arbeit ein besonderes Spiegelbild der Gesellschaft“, macht die Wolfsburgerin deutlich, die vor kurzem das Bundesverdienstkreuz für ihr ehrenamtliches Engagement verliehen bekam. Das Treffen mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat Eindruck hinterlassen.

Neben den Stammzellspenderaktionen gibt es natürlich weitere Angebote des Vereins mit rund 105 Mitgliedern und vielen weiteren engagierten Helfern: etwa den Patientengesprächskreis. Die Verantwortlichen vermitteln Kontakte. Und sie wollen den Erkrankten und deren Familien Mut in dieser so schweren Lebensphase machen.

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