Berlin. Nur 20 Prozent der Menschen, die vor dem Krieg nach Deutschland geflüchtet sind, arbeiten. Die geringe Quote hat mehr als einen Grund.

Alina B. ist jung, gebildet, motiviert – und spricht fast perfekt Deutsch. Eigentlich die besten Voraussetzungen, um in Deutschland einen Job zu finden. Die Arbeitssuche der Ukrainerin, die im März 2022 wegen des Krieges aus ihrem Heimatland fliehen musste, gestaltete sich dennoch schwierig. „Ich habe bestimmt über 40 Bewerbungen geschrieben, aber nur Absagen bekommen“, erzählt die junge Frau. Oftmals gab es nicht einmal eine Begründung. „Das hat mich irgendwann sehr belastet, weil ich gerne etwas tun und Geld verdienen wollte, aber eben einfach nicht konnte“, erinnert sie sich.