Bortfelder Verein lädt zum Apfelmosttag ein

Bortfeld.  Der Förderkreises Streuobstwiese Bortfeld veranstaltet einen Apfelmosttag. Auch Bürger können ihre Äpfel zu Saft verarbeiten lassen.

Eckhard Fauteck vom Förderkreis Streuobstwiese Bortfeld auf der Wiese an der Straße Höhe.

Eckhard Fauteck vom Förderkreis Streuobstwiese Bortfeld auf der Wiese an der Straße Höhe.

Foto: Bettina Stenftenagel

Die Äpfel sind reif – nicht nur auf den Wiesen des Förderkreises Streuobstwiese Bortfeld, sondern auch in den Hausgärten. Die Ernte der rund 160 Apfelbäume des Vereins sei trotz Trockenheit „fast durchschnittlich“, sagt Eckhard Fauteck, Erster Wiesenwart des Bortfelder Vereins. Um aus den Äpfeln Most zu gewinnen, wurde eine mobile Obstpresse bestellt. Sie macht am Samstag, 26. September, von 10 Uhr an auf dem Platz vor dem Bauernhausmuseum Station. Alle Bürger, die Saft aus ihren eigenen Äpfeln gewinnen wollen, dürfen am Apfelmosttag teilnehmen.

„Es ist kein Fest“, betont Fauteck mit Blick auf die Corona-Pandemie. „Es gibt deshalb keine Bewirtung.“ Wer Äpfel bringe, müsse auch unbedingt die Corona-Regeln beachten: Abstand halten, Mundschutz tragen, Handhygiene. Bürger, die Saft aus ihren eigenen Äpfeln pressen lassen wollen, sollten mindestens 50 Kilo mitbringen. „Das ist ungefähr so viel wie eine Schubkarre voll“, erklärt der Wiesenwart.

„Ingrid Marie“ mit ihrer intensiv roten Farbe hat es Fauteck besonders angetan. „Ingrid Marie“ ist eine beliebte Sorte aus dem Alten Land, die Äpfel gelten als aromatisch und werden – wegen ihres Rots – auch Weihnachtsapfel genannt.

„Die Krönung auf der Streuobstwiese ist die Ernte“, sagt Eckhard Fauteck. „Den ersten reifen Apfel vom Baum zu genießen – das ist ein Genuss.“ Äpfel, Birnen und Quitten werden in diesen Tagen nacheinander reif. Dafür, dass die Ernte trotz Trockenheit relativ gut ausfällt, zollt der Wiesenwart dem „Wassertrupp“ Dank: Die ehrenamtlichen Helfer des Vereins haben die Bäume an den besonders heißen Tagen gegossen.

Bereits abgeschlossen ist die Kirsch- und Pflaumenernte. Auch dieses Obst wurde verwertet. „Alle unsere Früchte werden verwertet“, sagt Eckhard Fauteck. Neben dem Frischverzehr und dem Saft würden auch Kuchen und Marmeladen hergestellt, „die zu gewissen Anlässen sehr gern verkostet werden“.

Der Förderkreis Streuobstwiese Bortfeld hat auf zwei größeren und einer kleineren Wiese mittlerweile rund 200 Obstbäume angepflanzt, vorwiegend alte Sorten, die im Lauf der Jahre mehr und mehr aus den Gärten verschwunden sind, darunter der Finkenwerder Herbstprinz, der Geflammte Kardinal, die Roten Schlafnase, Kaiser Alexander, die Aromazwetsche, die Muskateller Birne und eben die schön erwähnte Ingrid Marie.

Streuobstwiese ist auch Lebensraum für Kleintiere

Das Konzept des Förderkreises ist in mehr als zehn Jahren Vereinsarbeit aufgegangen: Nicht nur die Menschen haben etwas von den Obstbäumen, sondern Bienen tummeln sich in den Blüten, auch Rebhuhn, Hasen und Bussarde werden in den Wiesen wieder beobachtet. Eine Streuobstwiese mit älterem Baumbestand biete Lebensraum für bis zu 3000 verschiedene Kleintierarten, erklären die Betreiber des Bortfelder Klimaschutzprojekts.

Der Apfelmosttag des Fördervereins Streuobstwiese Bortfeld findet am Samstag, 26. September, von 10 Uhr an auf dem Platz vor dem Bauernhausmuseum statt. Bürger können dort Äpfel aus ihren eigenen Gärten pressen lassen, es sollten jedoch mindestens 50 Kilo mitgebracht werden. Es werden aber auch kleinere Mengen verarbeitet, teilt der Verein mit. Beim Apfelmosttag wird Streuobstwiesensaft zum Kauf angeboten.

Weitere Informationen vor Ort, unter www.most-wanted.de und per E-Mail an streuobstwiese-bortfeld@web.de

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