Inova –Kultur schaffen in der Region

Bortfeld  Inhaber Carsten Müller-Deutschmann fördert ansässige Künstler. Er möchte Musiker aus der Region vernetzen.

Gemeinsam engagiert: Carsten Müller-Deutschmann (von links ) und seine Mitarbeiter, Robert Pfingst und Leon Kämmerling.

Foto: Nina Schacht

Gemeinsam engagiert: Carsten Müller-Deutschmann (von links ) und seine Mitarbeiter, Robert Pfingst und Leon Kämmerling.

Er ist „Wahl-Bortfelder“ und das von ganzem Herzen: Carsten Müller-Deutschmann lebt und arbeitet seit 18 Jahren im Ort. In Bortfeld kann er beides: arbeiten und wohnen. Der Geschäftsführer von „Inova“ fühlt sich auf dem Lande, mit Nähe zur Großstadt sehr wohl. Der Name „Inova“ steht für individuelle Technik-Konzepte, für jede Veranstaltung „maßgeschneidert“.

Und vor allem: „In keinem anderen Dorf wird so viel gefeiert wie in Bortfeld“, sagt Carsten Müller-Deutschmann und lächelt. Von hier aus organisiert er Veranstaltungen wie das Braunschweiger Magnifest und sucht ebenso die Nähe zur Dorfgemeinschaft. So unterstützt er beispielsweise den Theaterkreis und den Weihnachtsmarkt.

Ob in der Großstadt oder im Ort – kulturelle Veranstaltungen sind dem Bortfelder ein besonderes Anliegen. „Handgemachte Livemusik darf nicht in die Versenkung geraten“, sagt der Veranstaltungstechniker. Auf seiner Facebookseite „Pro Kultur Braunschweig“ vernetzt er Künstler miteinander und knüpft Kontakte. Er möchte eine Plattform für Kulturschaffende anbieten, damit Bands weiterhin gemeinsam auf der Bühne stehen. „Wir hatten früher Gänsehaut, wenn wir einer Band live zugehört haben.“ Gerade in Zeiten von Spotify komme das bewusste Zuhören oft zu kurz.

Dabei konzentriert sich Müller-Deutschmann auch auf regionale Bands. „Die ‚Mother Black Cat‘ aus Bortfeld machen tolle Musik.“ Sie stellen gerade ein Projekt mit der Vechelder Gruppe „Mr. Nice Guy“ auf die Beine. „Die Region hat viele tolle Künstler zu bieten.“

In der Löwenstadt hat der Bortfelder einen besonderen Ort für Veranstaltungen gefunden. In Zusammenarbeit mit dem „Verein Braunschweiger Verkehrsfreunde“ organisiert er Events im Lokpark. Inmitten historischer Eisenbahnen finden dort Konzerte und Musicals statt. „Das ist ein geniales Gelände für Veranstaltungen“, schwärmt Müller-Deutschmann.

Insgesamt ist der Lokpark 27 000 Quadratmeter groß. Im ehemaligen Anhalteschuppen für Dampfloks singen nun Musiker. Geplant ist auch ein Partyzug. Im August wird das Western-Musical „Fluch der Oker“ mit Jazzkantinenchef Christian Eidner und Autor Peter Schanz aufgeführt. Geplant ist für dieses Jahr auch ein Auftritt der Band „Staubkind“. Sie stehen am 19. Mai unplugged auf der Bühne. „,Staubkind’ ist eine Band zum Anfassen“, sagt Müller-Deutschmann. Ohne Starallüren und sehr authentisch: eine anspruchsvolle Band mit Liedern, die Mut machen.

Die Veranstaltungen sind mit viel Arbeit verbunden, aber die Mühe lohnt sich. „Unser Herzblut steckt darin.“ Gemeinsam mit seinem Team freue er sich jedes Mal, wenn alles rund läuft. Und gerade bei den großen Veranstaltungen müsse man „Nerven wie Drahtseile“ haben. „Vor mir standen einmal 30 Teilnehmer einer Folkloregruppe“, erinnert sich der Inhaber. Geplant waren fünf Künstler. „Aber damit muss man in meinem Beruf eben rechnen.“

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder