„Baugebiet in Vallstedt hilft Kindergarten und Grundschule“

Vallstedt  Ortsbürgermeister Hans-Jürgen Mintel wünscht sich das Wohngebiet – er weiß aber auch, wie schwer es ist, Neubürger für die Vereine zu gewinnen.

Von den Neubürgern wünscht sich Ortsbürgermeister Hans-Jürgen Mintel eine rege Beteiligung an den Veranstaltungen in Vallstedt - hier das  Maibaumfest.

Von den Neubürgern wünscht sich Ortsbürgermeister Hans-Jürgen Mintel eine rege Beteiligung an den Veranstaltungen in Vallstedt - hier das Maibaumfest.

Foto: Archiv

. Vallstedt muss wachsen: Diese Forderung erhebt Ortsbürgermeister Hans-Jürgen Mintel – und fühlt sich darin nun bestärkt durch ein aktuelle Analyse der Vechelder Rathausverwaltung und ihre Braunschweiger Planungsbüros. Demnach könnte am Nordostrand von Vallstedt – südlich der Straße „Am Teiche“ beziehungsweise südlich der Schießsportanlage – ein neues Wohngebiet entstehen.

„In Neubaugebiete ziehen erfahrungsgemäß vor allem junge Familien mit Kindern“, weiß Mintel und äußert die Hoffnung, dass ein neues Wohngebiet auch den Kindergarten (Kiga) und die Grundschule im Ort stärken würde. Diese beiden Einrichtungen – Kiga und Schulen – sind nach Überzeugung des Ortsbürgermeisters gute Standortvorteile für Vallstedt.

Allerdings: Bis das Baugebiet im Nordosten Vallstedts bezugsfertig sein wird, werden noch ein paar Jahre vergehen – wenn es überhaupt dazu kommt. Zunächst einmal müssten die Privateigentümer ihr Gelände an die Gemeinde verkaufen, erinnert Mintel – dann wäre noch ein Bebauungsplan aufzustellen. „Vor 2021/2022 wird es nicht an gehen mit diesem Neubaugebiet“, meint er – zurzeit wird die Fläche landwirtschaftlich genutzt.

Die erste Hürde für dieses Vorhaben – die Zustimmung des Ortsrats – ist wohl noch die leichteste, denn: „Ich gehe davon aus, dass der Ortsrat mit Baugebiet zustimmen wird – vermutlich sogar einstimmig“, sagt Mintel.

Der Sozialdemokrat, alt eingesessener Vallstedter, sieht allerdings die vergangenen drei Baugebiete – Mühlengrund, Taubental und Im Hofe – nicht durchweg positiv. Sein Stichwort lautet: Integration der Neubürger ins dörfliche Leben. „Es ist nicht so einfach, Menschen, die in einen Ort wie Vallstedt ziehen, dazu zu bewegen, sich in den Vereinen zu engagieren“, erklärt Mintel rückblickend: Nicht wenige nutzten Vallstedt mehr oder weniger nur als Schlafstätte – „sie fahren morgens zur Arbeit und kommen dann erst abends zurück in unseren Ort“. Diese sicherlich nicht nur für Vallstedt geltende Entwicklung sei umso bedauerlicher, da einige hiesige Vereine dringend neue Mitglieder bräuchten – Mittel nennt den Männergesangverein, den Frauenchor und den Schachclub als Beispiele.

Immerhin: In Vallstedt gibt es noch einen Fleischer, der auch andere Lebensmittel verkauft, und einen Bäcker – während der Lebensmittelladen neben dem Bäcker geschlossen ist und der Raum nach wie vor ungenutzt ist. „Zu den Einkaufszentren in Vechelde, Broistedt und Salzgitter-Thiede sind es etwa fünf Kilometer“, ergänzt Mintel: „Vallstedt ist also ein Mittelpunkt.“

Fakten zu Vallstedt:

Einwohnerzahl: 1287. Bedarf: 45 Wohneinheiten (3,38 Hektar). Neues Baugebiet: denkbar im Nordosten von Vallstedt (südlich der Straße „Am Teiche“ beziehungsweise südlich der Schießsportanlage).

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