Fliegende Weihnachtsbäume sorgen für Spaß

Wedtlenstedt  Rund 100 Gäste kommen zum Wedtlenstedter Knutfest am Samstag, davon nehmen 25 am Tannenbaumweitwurf teil.

Auch das lässt sich mit Weihnachtsbäumen anstellen - werfen. Katharina Alt zeigt hier, wie es geht. 

Auch das lässt sich mit Weihnachtsbäumen anstellen - werfen. Katharina Alt zeigt hier, wie es geht. 

Foto: Heike Heine-Laucke

. Das Siegertreppchen hat Sebastian Keller in der Disziplin „Weitwurf“ mit dem Tannenbaum erklommen: Ganze neun Meter hat er den Weihnachtsbaum beim zweiten Knutfest der Volksfestgemeinschaft Wedtlenstedt am Samstag geworfen.

Angetreten waren rund 25 Teilnehmer – darunter auch Frauen, die sich mit ihren Ergebnissen durchaus sehen lassen konnten. Doch wie Katharina Alt nach ihrem Wurf spontan sagte: „Richtig anfassen kann man bei der Tanne nicht, doch der Spaß zählt.“

Dass bei der Messung der Strecke auch alles ordnungsgemäß zugeht, dafür sorgte Anneliese Dolassek vom Vorstand der Volksfestgemeinschaft. Die Vertreterin von Stefan Alt, dem Vorsitzenden der Volksfestgemeinschaft, war sich mit Vorstandsmitglied Carsten Eßmann einig: „In diesem Jahr sind zwar weniger Werfer am Start, aber rund um das Schützenhaus herrscht eine geniale Stimmung.“

Das erste Trio, das sich an den Weitwurf wagte, waren Ulrich Heise, Dagmar Kunkel und Ralph Bruhn, danach zog es die Werfer sporadisch zur sportlichen Aktivität. „Das ist heute nicht das richtige Wetter, aber da haben wir keinen Einfluss drauf“, sagt Vorstandsmitglied Anneliese Dolassek. Während der Regenschauer drängten sich die rund 100 Gäste unter den Zelten oder zogen ein warmes Plätzchen im Schützenheim vor. Und wer es dann schaffte, zum Versorgungsstand vorzudringen, der wurde belohnt mit ungarischem Fladenbrot „Langos“ und „Crêpes“, das von Kristine Heil, Elena Schumann, Carolin Meike, Claudia Retter und Vanessa Kunkel serviert wurde. Die Damenriege setzte auf den großen Hunger nach dem Sport, die Einnahmen sind für Aktivitäten der Volksfestgemeinschaft eingeplant.

Vor dem Feuertonnen der Ortsfeuerwehr Wedtlenstedt türmten sich die Weihnachtsbäume, und die Feuerwehrmänner sorgten mit den Tannen für lodernde und wärmende Flammen. Das Knutfest kommt in der Ortschaft an. Lobende Worte verteilte Elke Meike aus Wedtlenstedt: „Einfach toll, so etwas aufzubauen für die Gemeinschaft.“ Dagmar Kunkel unterstrich: „Ein schöner Jahresauftakt für den Ort.“

Erstmals dabei war Frank Schiefer, der sich ebenfalls im Weitwurf versuchte. Das war eine Premiere für Schiefer, denn: „Ich bin zum ersten Mal dabei.“ Geplant war von der Jury, dass jeder zwei Würfe hat, doch wer wollte, griff noch einmal in den Geldbeutel und versuchte erneut sein Glück. Viel Freude hatten die Männertruppe aus Wedtlenstedt – Thorben Bruhn, Sascha Ardelian, Serdar Ayhan-Korb, Manuel Heil, Florian Böttcher und Tobias Leu: Sie warfen die Bäume, feuerten sich gegenseitig an und machten die anderen Werfer schon etwas nervös, genutzt hat es allerdings nichts. Sieger Sebastian Keller ließ sich nicht beirren, vielleicht auch weil er Platzwart beim MTV Wedtlenstedt ist und Stress kennt.

Der Sieger in der Disziplin „Weitwurf“ mit Tannenbäumen beim zweiten Knutfest der Volksfestgemeinschaft heißt Sebastian Keller aus Wedtlenstedt mit einem Wurf von neun Metern. Sein Gewinn: eine Urkunde und zehn Liter Bier. Gefolgt von Manuel Heil (Wedtlenstedt) mit 8, 60 Metern, Florian (Vorjahressieger aus Wedtlenstedt) mit 8,20 Metern, das gleiche Ergebnis schaffte Hendrik Eßmann, ebenfalls aus Wedtlenstedt.

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