Klimaschutz fängt im eigenen Haus an

Peine  Der Förderverein unterstützt die Klimaschutzagentur Hildesheim-Peine und hilft ihr auch finanziell.

Engagieren sich für den Klimaschutz (von links): Florian Lörincz (Förderverein), Heiko Schlombs und Anja Lippmann (beide Klimaschutzagentur), Wolfgang Gemba (Landkreis Peine), Christoph Petersen (Klimaschutzagentur) sowie Holger Gröbitz und Professor Nasir El Bassam (beide Förderverein).

Engagieren sich für den Klimaschutz (von links): Florian Lörincz (Förderverein), Heiko Schlombs und Anja Lippmann (beide Klimaschutzagentur), Wolfgang Gemba (Landkreis Peine), Christoph Petersen (Klimaschutzagentur) sowie Holger Gröbitz und Professor Nasir El Bassam (beide Förderverein).

Hitze und (sturzartiger) Regen: eine Kombination, die typisch ist für diesen Sommer – und an die wir uns wohl gewöhnen müssen, denn: Der Klimawandel ist allgegenwärtig – auch im Landkreis Peine. Im Kampf gegen die Klimaveränderung hat sich der Förderverein für die „Klimaschutzagentur Hildesheim-Peine“ gegründet.

Die Klimaschutzagentur mit Hauptsitz in Hildesheim bekannter zu machen im Landkreis Peine – das ist eines der Ziele, die Professor Nasir El Bassam aus Vechelde als stellvertretender Vorsitzender des Fördervereins verfolgt. Ein Signal in diese Richtung ist die Ankündigung, dass die Klimaschutzagentur in Kürze auch ein Büro an der Werderstraße in Peine eröffnen wird.

Als weiteres Anliegen bezeichnet es Nasir El Bassam, als Förderverein weitere Gelder für die Klimaschutzagentur – und damit für Vorhaben zum Klimaschutz vor Ort – einzuwerben. Je zwei Stellen sowie je 100 000 Euro etwa für Projekte und Förderprogramme – das geben die Landkreise Peine und Hildesheimer für die gemeinsame Klimaschutzagentur, ergänzt Peines Kreisbaurat Wolfgang Gemba, Gesellschaftsvertreter des Landkreises Peine in der Agentur: „Die Ausstattung ist recht ordentlich.“

Die „klassische Sanierung von Altbauten“, um den Energieverbrauch in den Häusern zu senken – sie reicht Nasir El Bassam nicht aus: „Wir müssen mehr Vorsorge treffen gegen Naturkatastrophen – wir brauchen Strategien zum Schutz von Mensch und Natur.“

Zwar gebe es gerade in der Gemeinde Vechelde viele Neubaugebiete, und weitere kämen noch hinzu, aber: „Das sind aber keine ökologischen Wohngebiete“, stellt er fest unter anderem bei einem Blick auf die Behandlung/Verwertung von Regenwasser.

Florian Lörincz, Bauingenieur und Energieberater aus Hildesheim sowie (ehrenamtlicher) Vorsitzender des Fördervereins für die Klimaschutzagentur, hebt hervor: „Im Klimaschutz gibt es viel zu tun – die Aufgaben werden uns auf dem Silbertablett präsentiert.“ Nach seiner Überzeugung könne das Ehrenamt wie in dem Förderverein einiges bewegen, wobei „Klimaschutz auch viel mit Idealismus zu tun hat“.

Der Landkreis Peine will nach Gembas Worten kreisweit die Elektro-Mobilität verbessern und dazu den Ausbau von Elektro-Tankstellen vorantreiben: Das Ziel sei es, den gesamten kreiseigenen Fuhrpark mit seinen rund 100 Fahrzeugen auf Elektro-Antrieb umzustellen.

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