Überfall auf Spielhalle – Ermittlungen laufen

Peine  Mit vorgehaltener Schusswaffe raubte ein Mann das Bargeld – ein Schock für den Mitarbeiter. Die Merkur Spiel GmbH lehnt alle Anfragen ab.

Diese Spielhalle in Peine am historischen Marktplatz überfiel am Sonntagabend ein bisher unbekannter Mann.

Diese Spielhalle in Peine am historischen Marktplatz überfiel am Sonntagabend ein bisher unbekannter Mann.

Foto: Arne Grohmann

Der Täter geht nach Auskunft der Polizei Peine am Sonntag gegen 23.35 Uhr in die Spielhalle am historischen Markt in Peine. Mit gezogener Waffe fordert er von dem 55-jährigen Mitarbeiter das Bargeld aus der Kasse. Er stopft es in einen Beutel und flieht. Die Fahndung bleibt erfolglos, die Ermittlungen dauern an.

Während des Überfalls hätten sich noch vier Kunden in der Spielhalle aufgehalten, ergänzte die Polizei in einer Pressemitteilung am Montag. Niemand sei verletzt worden.

Der Unbekannte, der gebrochen Deutsch gesprochen haben soll, hatte laut Polizeiangaben eine schwarze Sturmhaube über den Kopf gezogen, als er in der Spielothek auftauchte. Er trug eine schwarze Lederjacke und schwarze Jeans. Der Mann soll circa 1,80 Meter groß sein. Der Stoffbeutel, den er mitbrachte, hatte eine blaue Farbe.

Welchen Betrag der Räuber erbeutete, stehe noch nicht fest, sagte Peines Polizeisprecher Peter Rathai am Montag auf Nachfrage unserer Zeitung.

In der Regel wird die Summe aber auch eher nicht bekanntgegeben – auch, um weiteren Tätern keinen potenziellen Anreiz zu liefern. In vielen Spielhallen ist es inzwischen auch ähnlich wie beispielsweise bei einigen Tankstellen: Mehrmals am Tag wird der bisher in der Kasse eingegangene Betrag offiziell abgeholt.

Im April vergangenen Jahres gab es einen Überfall auf die Spielothek in der Rosentaler Straße in Peine – also in unmittelbarer Nähe zu dem Überfall vom vergangenen Sonntag. Auch in Vechelde und Wendburg gab es bereits ähnliche Raubüberfälle.

Für einen schweren Raubüberfall, also mit einer Waffe oder einem Werkzeug, sehe das Gesetz eine Freiheitsstrafe von „nicht unter drei Jahren“ vor, erläuterte Polizeisprecher Peter Rathai.

Wenn plötzlich ein Maskierter mit einer Schusswaffe auftaucht und Geld fordert und womöglich Drohungen ausspricht, ist das für die Mitarbeiter eine sehr gefährliche und belastende Situation. Viele Unternehmen haben intern die Anweisung gegeben, sich auf keinen Fall selbst, beispielsweise durch eine Weigerung oder gar einen Angriff auf den Räuber, zu gefährden.

Nach Informationen unserer Zeitung soll es dem Mitarbeiter, der am vergangenen Sonntag in Peine den Überfall erleben mussten, den Umständen entsprechend gut gehen.

Eine Auskunft unter anderem dazu, oder zu weiteren Fragen, lehnte die Merkur Spiel GmbH in Katlenburg-Lindau auf Nachfrage unserer Zeitung ab. Ob es eventuell eine psychologische Betreuung oder Begleitung der Mitarbeiter gibt, die einen Überfall erleben mussten, wollte das Unternehmen auch nicht beantworten.

Die „Spielbörse“ in Peine hat einen Aufkleber an seinen Eingangstüren, der auf eine Video-Überwachung hinweist.

Die Polizei bittet Zeugen, die verdächtige Beobachtungen gemacht oder Hinweise auf den Unbekannten geben können, sich bei der Polizei in Peine zu melden, Tel: (0 51 71) 9 99-0.

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