Langenhagen. Nach der „Air Defender“-Übung ist nun „Hannover Shield“ angesagt. So funktioniert das Übungsszenario in dieser Woche.

Die Luftwaffe trainiert in den kommenden Tagen auf dem Flughafen in Hannover den Schutz von Großstädten. Die drei unbewaffneten Kampfflugzeuge vom Typ Eurofighter landeten am Montagnachmittag auf dem Flughafen. Sie sollen von Hannover aus zu Trainingsflügen Richtung Nordsee starten.

Im Übungsszenario „Hannover Shield“ sollen die Kampfflugzeuge laut Luftwaffe die Aufgabe erfüllen, eine Großstadt wie Hannover vor möglichen Bedrohungen aus der Luft zu schützen – also etwa vor Drohnen oder tieffliegenden Marschflugkörpern. Die Maschinen könnten Gefahren in der Luft frühzeitig erkennen und gegensteuern, und sie ergänzten bodengebundene Flugabwehrraketensysteme.

Die Kernübungstage sind am Dienstag und Mittwoch geplant. Die Übungen sollen laut Flughafen keine Auswirkungen auf den regulären Flugverkehr haben.

Die Jets gehören laut Luftwaffe zum Taktischen Luftwaffengeschwader 71 „Richthofen“ im ostfriesischen Wittmund, das den zivilen Flughafen Hannover seit einigen Jahren als Ausweichflugplatz nutzt.

Björn Andersen, Taktisches Luftwaffengeschwader 71 „Richthofen“ der Bundeswehr, steht vor einem der Kampfflugzeuge.
Björn Andersen, Taktisches Luftwaffengeschwader 71 „Richthofen“ der Bundeswehr, steht vor einem der Kampfflugzeuge. © DPA Images | Moritz Frankenberg

Im Juni gab es in Deutschland mit „Air Defender 2023“ die bislang größte Verlegungsübung von Luftstreitkräften seit Gründung der Nato. Es nahmen 25 Nationen mit 250 Flugzeugen und etwa 10 000 Soldaten teil. Mit einem fiktiven Szenario wurde im Luftraum über Deutschland trainiert, wie das westliche Verteidigungsbündnis auf den Angriff eines östlichen Bündnisses reagiert und dabei bereits vom Gegner besetzte Gebiete zurückerobert.