Polizei Niedersachsen

Täter öffnen Hydranten – Zehntausende Liter Wasser laufen aus

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Im Kreis Cuxhaven haben Unbekannte mehrmals Hydranten geöffnet – mit verheerendem Schaden.

Im Kreis Cuxhaven haben Unbekannte mehrmals Hydranten geöffnet – mit verheerendem Schaden.

Foto: Arne Dedert / dpa

Cuxhaven.  Im Kreis Cuxhaven kam es zu dem Vorfall. In Bad Fallingbostel wurde eine tödlich verletzte Frau auf dem Gehsteig gefunden. Der Blaulicht-Überblick.

Weil unbekannte Täter in Lamstedt im Landkreis Cuxhaven Hydranten aufgedreht haben, sind dort mehrere Zehntausend Liter Wasser ausgelaufen. Die Täter hatten am Anfang dieser und am Anfang der vergangenen Woche jeweils in den Abendstunden zugeschlagen, teilte die Polizei am Mittwoch mit.

Für das Öffnen der insgesamt vier Hydranten benötigten sie spezielles Werkzeug. Die Polizei sucht nun nach Zeugen, die die möglicherweise durchnässten Täter dabei beobachtet haben.

Frau in Bad Fallingbostel tödlich verletzt – Polizei ermittelt

Im Fall der getöteten Frau in Bad Fallingbostel (Heidekreis) wird der Ex-Partner verdächtigt, die Frau angegriffen zu haben. Die Polizei fahndet laut einer Mitteilung vom Donnerstag nach dem 34 Jahre alten Mann. Der Verdächtige war zuletzt ohne festen Wohnsitz. Die Leiche des Opfers, eine 24 Jahre alte Frau aus Bad Fallingbostel, sollte am Donnerstag obduziert werden. Ergebnisse wurden am Freitag erwartet.

Zeugen entdeckten die Frau am Mittwoch schwer verletzt auf einem Gehweg, wie die Polizei mitteilte. Sie hatte mehrere Stichverletzungen im Oberkörper und starb noch am Fundort. Polizei und Staatsanwaltschaft gehen von einer vorsätzlichen Tötung aus. Weitere Angaben machten die Ermittler mit Verweis auf die Ermittlungen nicht.

Vermutlich Brandstiftung in Mehrfamilienhaus – 150.000 Euro Schaden in Delmenhorst

Bei einem Brand in einem Mehrfamilienhaus in Delmenhorst ist ein Schaden von rund 150.000 Euro entstanden. Das Feuer sei am Mittwochmorgen in einer Wohnung im Erdgeschoss ausgebrochen, teilte die Polizei mit. Den ersten Ermittlungen zufolge soll ein 55 Jahre alter Mann das Feuer in seiner eigenen Wohnung gelegt haben.

Beim Eintreffen der Einsatzkräfte stand die Wohnung bereits in Vollbrand. Das Haus wurde evakuiert. Eine Bewohnerin wurde wegen des Verdachts auf eine Rauchgasvergiftung untersucht. Der 55-Jährige wurde in der Nähe vorläufig festgenommen. Gegen ihn wird nun wegen schwerer Brandstiftung ermittelt. Bis auf die Brandwohnung sei das Haus weiter bewohnbar.

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Sande: Spaziergänger entdecken rauchende Phosphorgranate auf Acker

Eine knapp 40 Zentimeter große Phosphorgranate haben Sprengstoffspezialisten im friesischen Sande gesichert und abtransportiert. Spaziergänger hatten zunächst an einem Acker einen chemischen Geruch wahrgenommen und auch Rauch entdeckt, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte. Alarmierte Feuerwehrleute fanden die Granate schließlich auf dem Acker. Die Granate stamme wahrscheinlich aus dem Zweiten Weltkrieg, sagte ein Polizeisprecher.

Nach ersten Erkenntnissen wurde sie wohl durch eine Landmaschine beschädigt, wodurch es zu einer chemischen Reaktion kam, die den Rauch und Geruch freisetzte. Eine Gefahr für die Bevölkerung bestand laut der Polizei aber nicht. Einsatzkräfte sperrten die Fundstelle für die Bergung der Granate am Mittwochnachmittag im Umkreis von rund 500 Metern ab. Dadurch wurde lediglich der Verkehr auf anliegenden Straßen vorübergehend etwas beeinträchtigt.

Kreis Osnabrück: Betrunkener Autofahrer fährt Radfahrer an und rast davon – Festnahme

Er soll einen Radfahrer angefahren und Passantinnen angepöbelt haben, roch nach Alkohol und hatte keinen Führerschein: Ein Autofahrer ist am Dienstagabend in Melle im Landkreis Osnabrück gleich vielfach auffällig geworden – und gegen ihn laufen nun fünf Ermittlungsverfahren, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte. Er wurde festgenommen.

Der 31-Jährige habe mit dem Auto zunächst einen Rennradfahrer angefahren und sei danach geflüchtet. Einem Zeugen sei aufgefallen, dass der Wagen sehr schnell, mit auffälligem Fahrstil und ohne vorderes Kennzeichen unterwegs war. Kurze Zeit später wurde die Polizei gerufen, weil zwei Männer aus einem Auto, bei dem das vordere Kennzeichen fehlte, ausstiegen und Passantinnen anpöbelten. Beim Eintreffen der Polizei bedrohte und beleidigte einer der Männer – es handelte sich um den 31-Jährigen – die Beamten. Sie legten ihm Handfesseln an.

Bei ihm wurden Betäubungsmittel gefunden und er roch nach Alkohol. Außerdem besaß er laut Polizei keinen Führerschein und verweigerte einen Atemalkoholtest. Eine Amtsrichterin ordnete eine Blutentnahme an, bei der der Mann sich wehrte und festgehalten werden musste. Weil er sich weiter respektlos gegenüber den Beamten verhielt, blieb er auf Anordnung der Richterin noch bis zum Mittwochmorgen in Gewahrsam, wie es weiter hieß.

Mann verschwindet nach Flucht vor Polizei in der Ihme – Suche erfolglos

Eine großangelegte Suche nach einem Mann in der Ihme in Hannover ist in der Nacht zum Mittwoch ohne Erfolg geblieben. Der Mann war vor der Polizei geflüchtet und dabei zunächst freiwillig in den Fluss gegangen, sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch. Schließlich sei er jedoch untergegangen und abgetrieben. Boote der Feuerwehr, Spürhunde der Polizei sowie eine Drohne mit Wärmebildkamera seien mehrere Stunden im Einsatz gewesen, bevor die Suche gegen 2.30 Uhr abgebrochen wurde. Nun müsse entschieden werden, mit welchen Suchmaßnahmen es im Laufe des Tages weitergehe. Es sei möglich, dass der Mann sich in der Dunkelheit ans Ufer rettete, doch auch ein Ertrinken sei nicht auszuschließen.

Dem Sprecher zufolge war der Mann zunächst nach einer gefährlichen Körperverletzung vor der Polizei geflüchtet: Ersten Erkenntnissen zufolge hatte er am späten Abend von seinem Fahrrad aus im Vorbeifahren einem Fußgänger in den Bauch getreten, der leicht verletzt wurde. Bei einer anschließenden Fahndung hätten die Beamten den Mann mehrere Male stellen können, jedoch sei er immer wieder entkommen – und schließlich in der Ihme verschwunden. Seine Identität war am Morgen noch nicht abschließend geklärt.

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