Corona in Deutschland

Covid-19-Patienten aus Thüringen in Niedersachsen gelandet

| Lesedauer: 2 Minuten
Nach Norddeutschland könnten am heutigen Donnerstag zehn Corona-Intensivpatienten verlegt werden.

Nach Norddeutschland könnten am heutigen Donnerstag zehn Corona-Intensivpatienten verlegt werden.

Foto: Matthias Balk / dpa

Hannover.  Mehrere Patienten sind angekommen. Unter anderem beteiligt sich ein Krankenhaus in Hildesheim am sogenannten Kleeblatt-Konzept.

Eine weitere Intensivpatientin mit Covid-19 ist am Freitag von Thüringen nach Niedersachsen verlegt worden. Nach Angaben eines dpa-Reporters vor Ort landete die Frau am Mittag mit einem Hubschrauber auf dem Gelände des St.-Bernward-Krankenhauses in Hildesheim. Eine Kliniksprecherin bestätigte die Verlegung.

Am Donnerstagabend waren die ersten Intensivpatienten mit Covid-19 auf Grundlage des sogenannten Kleeblatt-Konzepts von Thüringen nach Niedersachsen gebracht worden. Mit Stand vom Donnerstag wurde in mehreren niedersächsischen Ministerien mit der Verlegung von acht Covid-Patienten gerechnet. Niedersachsen bildet gemeinsam mit Bremen, Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern das Kleeblatt Nord, um sich bei Engpässen unter den Bundesländern gegenseitig zu helfen.

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Kleeblatt-System greift bei der Verlegung

Das Kleeblatt-System wurde vor dem Hintergrund der ersten Corona-Welle 2020 eingeführt. Die Idee: Um Überforderungen bei einzelnen Krankenhäusern zu vermeiden, sollen innerhalb eines Kleeblatts, dem meist noch Nachbarbundesländer angehören, unkompliziert Patienten-Verlegungen möglich sein. Ist das nicht mehr möglich, sollen bundesweite Verlegungen möglich sein. Niedersachsen bildet gemeinsam mit Bremen, Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern das Kleeblatt Nord. Eine Sprecherin des Thüringer Gesundheitsministeriums hatte am Nachmittag noch Schleswig-Holstein als Zielort genannt.

Bei den zehn angemeldeten Kranken gehe es ausschließlich um Covid-Fälle, sagte die Sprecherin aus Sachsen-Anhalt weiter. Auch Sachsen habe perspektivisch bereits einen Verlegungsbedarf von rund zwei Dutzend Patientinnen und Patienten angemeldet. Sachsen-Anhalt hingegen werde noch keine Patienten überregional verlegen, könne derzeit aber auch niemanden von außerhalb aufnehmen. Auch aus Bayern könnten in den nächsten Tagen rund 50 Kranke verlegt werden.

Bundesweite Patientenverlegungen durch das Kleeblatt-System möglich

Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Berlin sind im Kleeblatt Ost organisiert. Gemeinsam mit Bayern, das das Kleeblatt Süd bildet, aktivierten sie am Dienstag das Kleeblatt-System. Damit werden bundesweite Patientenverlegungen möglich. Bund, Länder und Experten des Robert Koch-Instituts koordinieren dann, welches Bundesland noch Kapazitäten hat, in welches Krankenhaus die Patienten bestenfalls sollen und welche Transportmöglichkeiten zur Verfügung stehen.

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