Niedersachsen prüft längere Quarantäne wegen britischer Mutation

Über verlässliche Zahlen, welchen Anteil die britische Variante an den Infektionen hat, verfügt das Land noch immer nicht (Symbolbild).

Über verlässliche Zahlen, welchen Anteil die britische Variante an den Infektionen hat, verfügt das Land noch immer nicht (Symbolbild).

Foto: Michael Reichel / dpa

Hannover.  Der Hintergrund sei, dass mit der britischen Variante infizierte Menschen länger als zwei Wochen ansteckend blieben, so ein Ministeriumssprecher.

Weil die ansteckendere britische Mutation des Coronavirus in Niedersachsen rasant um sich greift, prüft das Land ein Verschärfen der Quarantäne-Regeln. Infizierte und enge Kontaktpersonen müssten dann statt zwei künftig drei Wochen in Quarantäne, sagte ein Sozialministeriumssprecher am Freitag in Hannover. Die Zahl nachgewiesener Neuinfektionen mit der britischen Variante verdoppele sich wöchentlich in Niedersachsen, über verlässliche Zahlen, welchen Anteil die Variante an den Infektionen hat, verfügt das Land noch immer nicht. In der Region Hannover etwa liegt sie bereits bei 50 Prozent.

Mit britischer Variante bleiben Menschen länger ansteckend

Bereits jetzt könnten Landkreise selber eine längere Quarantäne vorschreiben, wie dies der Kreis Leer entschied, sagte der Sprecher. Der Hintergrund sei, dass mit der britischen Variante infizierte Menschen länger als zwei Wochen ansteckend blieben. Ab wann verschärfte Quarantäne-Regeln, die sich dann auch auf aus dem Ausland einreisende Menschen beziehen könnten, in Niedersachsen möglicherweise eingeführt werden, konnte der Sprecher noch nicht sagen.

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