Wortschatz

Schalotten in Kokotten

Schmunzeln Sie? Oder rümpfen Sie die Nase über die Schlichtheit des Kolumnisten?

Desk-Chef Harald Likus

Von der Regel, keine blöden Witze mit Namen zu machen, darf ich, so die „Wortschatz“-Verabredung, genau einmal im Jahr abweichen. Sie riechen es: Heute ist der Tag. Es hat mich halt angefressen (trotz oder gerade wegen des an sich so unlustigen Themas, da bin ich mir manchmal nicht ganz sicher), dass zu den vielen Politikern, die zuletzt die skandalösen Bedingungen in der deutschen Fleischindustrie geißelten, vorneweg die Pforzheimer SPD-Abgeordnete Katja Mast gehörte…

Schmunzeln Sie? Oder rümpfen Sie die Nase über die Schlichtheit des Kolumnisten? Ach, für mich war diese Pointe ein „Must have“, wie man in dem Land sagen darf, in dem ja auch nicht etwa von Wiederbeginn oder Neuanfang der Bundesliga die Rede ist, sondern vom „Re-Start“. Ein echtes „Nice-to-have“ war die Zuschrift von Dieter Wenzel. Die O-Häufung in dem vergangene Woche erwähnten Wort für einen Eierforscher im Tierpark (den Zoooologen) hat ihn nicht ruhen lassen – und so schickt er Hinweise auf ein Wort mit viermal „ko“ und auf eines mit acht Konsonanten am Stück. Die Wörter heißen a) „Rokokokokotte“ und b) „Angstschweiß“. Apropos: Wussten Sie, dass „Kokotte“ nicht nur der Ausdruck für ein leichtes Mädchen, sondern ursprünglich auch für den feuerfesten Schmortopf ist? Da kriegt man gleich Appetit wie ein Rokokofürst: Schalotten in Kokotten und dazu ein saftiger Braten! Ach, aber schon fällt mir die Fleischindustrie ein...

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder