Luftretter beklagen Zunahme von Gaffern bei Autobahn-Unfällen

Hannover.  In Niedersachsen kommt es laut Notfallsanitätern immer häufiger dazu, dass Verkehrsteilnehmer gaffen – und sogar mit Handys filmen.

Eine Sichtschutzplane mit dem Piktogramm "Fotografieren verboten" spannt auf einem Übungsgelände der Feuerwehrtechnischen Zentrale des Landkreises Jerichower Land vor einem simuliertem Unfallort (Symbolbild).

Eine Sichtschutzplane mit dem Piktogramm "Fotografieren verboten" spannt auf einem Übungsgelände der Feuerwehrtechnischen Zentrale des Landkreises Jerichower Land vor einem simuliertem Unfallort (Symbolbild).

Foto: Klaus-Dietmar Gabbert / dpa

Gaffer behindern nach Erfahrungen der Luftretter zunehmend die Bergungsarbeiten bei schweren Unfällen auf der A2 und der A7 in Niedersachsen. „Es ist extrem geworden, wie viele Unbeteiligte mit ihren Handys filmen und wie oft es dadurch zu weiteren Staus und im schlimmsten Fall Folgeunfällen kommt“, sagte am Montag Notfallsanitäter Volker Hubrich in einer Bilanz des Rettungshubschraubers „Christoph 4“.

Der Helikopter ist nach Angaben des ADAC einer von sechs Rettungshubschraubern in Niedersachsen.

Weniger Verkehrs und Arbeitsunfälle

„Christoph 4“ hob im vergangenen Jahr genau 1317 Mal ab, um Patienten zu helfen. Damit sank die Zahl der Einsätze. 2018 stieg der Hubschrauber noch 1482 Mal in die Luft.

Herzinfarkte und Schlaganfälle seien vermehrt aufgetreten, dagegen seien Verkehrs- und Arbeitsunfälle weniger geworden sind, teilte die Johanniter mit. dpa

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder
Leserkommentare (1)