Bauernpräsident fordert Ausgleich für Kosten bei Ferkelkastration

Osnabrück.  Es gibt Alternativen zur betäublungslosen Kastration wie die Mast der Eber oder die Anwendung einer Vollnarkose. Die Kosten wären jedoch höher.

Noch bis Ende 2020 dürfen Ferkel betäubungslos kastriert werden (Symbolbild).

Noch bis Ende 2020 dürfen Ferkel betäubungslos kastriert werden (Symbolbild).

Foto: Carmen Jaspersen / dpa

Die deutschen Landwirte sind nach Worten von Bauernpräsident Joachim Rukwied bereit, aus der betäubungslosen Kastration von Ferkeln auszusteigen. Es gebe Alternativen wie die Mast der Eber oder die Anwendung einer Vollnarkose, sagte er der „Neuen Osnabrücker Zeitung“.

„Wir brauchen aber auch die Möglichkeit einer Lokalanästhesie. Entscheidend ist jetzt, dass die Schlachter und Vermarkter mitziehen. Die müssen den Landwirten die höheren Kosten erstatten. Da kann Druck von der Politik nicht schaden“, betonte Rukwied.

Verbot von Bundesregierung verschoben

Die betäubungslose Kastration von männlichen Ferkeln in Deutschland wird Ende 2020 verboten. Die Kastration der Ferkel kurz nach der Geburt soll verhindern, dass das Fleisch den von vielen als unangenehm empfundenen Ebergeruch entwickelt.

Die eigentlich schon Anfang 2019 verbotene betäubungslose Kastration wurde von der Bundesregierung noch bis Ende 2020 erlaubt, weil die Branche noch nicht so weit war, das Verbot umzusetzen. dpa

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