„Students for Future“ plant Uni-Streik in Niedersachsen

Hannover/Braunschweig.  Mit der „Public Climate School“ möchten die „Students For Future“ vom 25. bis 29. November die Politik unter Druck setzen und Lösungen diskutieren.

Die „Students For Future“ wollen sich auch an der geplanten Großdemonstration am Freitag, 29. November, beteiligen. (Archivbild)

Die „Students For Future“ wollen sich auch an der geplanten Großdemonstration am Freitag, 29. November, beteiligen. (Archivbild)

Foto: Adam Berry / Getty Images

Die Demonstrationen und Aktionen für mehr Klimaschutz steuern auf einen neuen Höhepunkt zu. Aus Protest gegen die ihrer Ansicht nach völlig unzureichenden Maßnahmen der Bundesregierung gegen die Klimakrise wollen Studierende an zahlreichen deutschen Hochschulen in der letzten Novemberwoche den Lehrbetrieb bestreiken. Stattdessen sollen vom 25. bis 29. November unter dem Slogan „Public Climate School“ Diskussionen, Vorträge und Aktionen zum Klimawandel stattfinden, kündigten die „Students for Future“ an. Die Schüler-Initiative „Fridays for Future“ will am 29. November in mehr als 300 deutschen Städten auf die Straße gehen.

Labor für nachhaltige Zukunftsentwürfe

Das Handeln der Politik stehe im starken Gegensatz zu der in der Zivilgesellschaft verbreiteten Meinung, dass endlich grundlegende Maßnahmen gegen die Klimakrise getroffen werden müssten, erklärten die „Students for Future“: „Die Dramatik der Situation macht entschlossenes, außerplanmäßiges Handeln zur Pflicht.“ Der geplante Hochschulstreik sei dabei nicht nur ein Druckmittel, um die Politik zum Handeln zu zwingen, sondern auch ein „Labor für nachhaltige Zukunftsentwürfe“. Die studentische Umweltinitiative „Students for Future“ hat nach eigenen Angaben in mehr als 40 Universitätsstädten Ortsgruppen, darunter auch in Hannover, Braunschweig und Oldenburg.

Gemeinsam lernen und Lösungen diskutieren

Die „Students for Future“ in Hannover luden am Dienstag alle Menschen aus der Stadt und ihrer Umgebung ein, sich an den dort geplanten Workshops, Vorträgen, Seminaren und Aktionen zu beteiligen. „Ein großer Teil der Bewältigung der Klimakrise ist auch, sich Wissen um sie und ihre Folgen anzueignen“, sagte ein Sprecher der Gruppe. „Während der Public Climate School wollen wir gemeinsam lernen und Lösungen diskutieren.“

Die meisten Veranstaltungen in Hannover

Zum Auftakt der Aktions- und Veranstaltungswoche in Hannover sprechen Wissenschaftler von „Scientists for Future“ am 25. November ab 18.30 Uhr über den Klimawandel und seine Auswirkungen. Das ganze Programm soll am Mittwoch, 13. November, im Internet veröffentlicht werden. Die meisten Veranstaltungen finden im Gebäude der Leibniz Universität statt. Am 29. November wollen sich die „Students for Future“ an den an diesem Tag geplanten Großdemonstrationen für mehr Klimaschutz beteiligen.

Kohleausstieg bis 2030 als Förderung

Nach Angaben von „Fridays for Future“ gibt es dann in mindestens 308 Orten Streiks, Kundgebungen und Demonstrationen. Die Liste sei aber noch nicht vollständig, hieß es am Dienstag. Beim bislang letzten „globalen Klimastreik“ am 20. September waren Millionen Menschen auf die Straße gegangen. In Niedersachsen und Bremen hatten mehr als 100.000 Jugendliche und Erwachsene für den Klimaschutz demonstriert. „Fridays for Future“ drückt in Deutschland seit einem Jahr beim Klimaschutz aufs Tempo. Konkret fordert das Schülerbündnis unter anderem den Kohleausstieg bis 2030 und eine hundertprozentige Versorgung mit erneuerbaren Energien bis 2035. epd

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