Terrorprävention – Havliza will mehr Deutschkurse hinter Gittern

Hannover  In Niedersachsens Gefängnissen findet Präventionsarbeit statt. Die scheitert aber oft an der Sprachbarriere. Mehr Deutschkurse sollen nun helfen.

Stacheldrahtzaun am Eingangsbereich der Justizvollzugsanstalt Hannover. Niedersachsens Justizministerin Barbara Havliza will die Zahl der Deutschkurse hinter Gittern ausbauen, um so die Islamismus-Prävention zu erleichtern.

Foto: Silas Stein/dpa

Stacheldrahtzaun am Eingangsbereich der Justizvollzugsanstalt Hannover. Niedersachsens Justizministerin Barbara Havliza will die Zahl der Deutschkurse hinter Gittern ausbauen, um so die Islamismus-Prävention zu erleichtern.

Zur Bekämpfung islamistischer Tendenzen hinter Gittern will Niedersachsens Justizministerin Barbara Havliza (CDU) den Deutschunterricht in Gefängnissen verbessern. Damit könne es gelingen, Sprachbarrieren zwischen ausländischen Gefangenen und Experten zu verringern, die eine Radikalisierung verhindern wollen, sagte Havliza der Deutschen Presse-Agentur in Hannover. Präventionsgespräche mit einem Dolmetscher zu führen, sei umständlich und aufwendig. Das Angebot an Sprachkursen in Gefängnissen könne noch verbessert werden. „Wir sind dabei, das auszubauen.“

Die Zahl bereits radikalisierter Häftlinge sei in Niedersachsen noch sehr überschaubar, sagte Havliza, die vor dem Wechsel ins Ministerium als Richterin am Oberlandesgericht Düsseldorf auch für Terrorprozesse zuständig war. Das Personal in den Haftanstalten sei für die Gefahr islamistischer Umtriebe in hohem Maße sensibilisiert und auch geschult worden. Geachtet werde auf äußerliche Veränderungen der Häftlinge, veränderte Essgewohnheiten und etwa das plötzliche Meiden von Kontakten zu nicht-muslimischen Mithäftlingen. dpa

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