Polizeischüler und Wolfenbütteler Häftlinge schreiben sich Mails

Wolfenbüttel  Nach dem ungewöhnlichen Modellprojekt haben Kriminologen eine positive Bilanz gezogen. Insbesondere soziale Fähigkeiten seien gestärkt worden.

Häftlinge der Justizvollzugsanstalt Wolfenbüttel haben sich an einem ungewöhnlichen Modellprojekt beteiligt.

Häftlinge der Justizvollzugsanstalt Wolfenbüttel haben sich an einem ungewöhnlichen Modellprojekt beteiligt.

Foto: Peter Steffen/dpa

Drei Monate lang schrieben sich Inhaftierte aus der Justizvollzugsanstalt Wolfenbüttel und Polizeischüler Mails. „Ein solcher Austausch kann Häftlingen bei der Resozialisierung helfen und die angehenden Polizisten lernen ein soziales Gespür und entsprechende kommunikative Fähigkeiten“, sagte Projektleiter Tim Krenzel. An dem Modellprojekt nahmen bis Februar vergangenen Jahres jeweils zehn Polizeischüler und zehn Häftlinge teil.

Auch die Polizeiakademie Niedersachsen ist zufrieden. Für die Studierenden habe sich die Möglichkeit ergeben, den Blickwinkel zu ändern, sagte Akademie-Sprecherin Marion Henke. Das Justizministerium wertet das Modellprojekt als innovativ. Ob es sich aber auf die Straftäter stabilisierend ausgewirkt habe, könne nicht bewertet werden, weil der Zeitraum zu kurz und die Teilnehmergruppe zu klein gewesen sei, hieß es. dpa

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