Schäferhunde-Weltmeisterschaft: Titel geht an Tschechen

Meppen  Laufen, schnüffeln, gehorchen – bei der Weltmeisterschaft in Meppen mussten die Deutschen Schäferhunde alles geben, um aufs Treppchen zu kommen.

Der deutsche Hundeführer Peter Rohde trainiert mit seinem Schäferhund Vucan von Peroh.

Der deutsche Hundeführer Peter Rohde trainiert mit seinem Schäferhund Vucan von Peroh.

Foto: dpa

Bei der 29. Weltmeisterschaft für Deutsche Schäferhunde sind nach fünf Wettkampftagen am Sonntag die Titel vergeben worden. Weltmeister wurde der viereinhalbjährige Rüde Ovido Vepeden aus Tschechien. Er siegte mit 289 Punkten nach drei Disziplinen mit nur einem Punkt Vorsprung vor Harysson Ad-Jür aus der Slowakei. Zur Einzelmeisterschaft waren 117 Schäferhunde mit ihren Führern aus 42 Nationen angetreten. „Es waren sehr viele Zuschauer bei den Wettkämpfen dabei“, die Sprecherin des Vereins für Deutsche Schäferhunde, Roswitha Dannenberg am Sonntag.

Mannschaft-Weltmeister wurde das Team aus Tschechien, das mit fünf Hunden angetreten war vor den USA, die sechs Hunde im Einsatz hatten. Von jeder Mannschaft kamen die drei Bestplatzierten in die Wertung. Die Tiere mussten sich bei den Wettkämpfen beim Fährtensuchen, Unterordnung und Schutzdienst beweisen.

Bei der Siegerehrung war nach Angaben von Dannenberg auch der ehemalige Box-Weltmeister George Foreman anwesend. Er war zwar nicht mit einem seiner Hunde am Wettkampf dabei, sagte Dannenberg: „Er ist aber ein großer Liebhaber der Hunde und völlig von ihnen fasziniert.“ Am Samstag hatte der Ex-Champion seinen Besuch in Meppen für einen Appell gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit genutzt. Außerdem dankte er in seiner kurzen Ansprache den Deutschen insgesamt für die Aufnahme von Flüchtlingen. Foreman trug sich auch ins Goldene Buch der Stadt Meppen ein.

Organisiert wird die WM von der Weltunion der Vereine für Deutsche Schäferhunde (WUSV). In diesem Jahr war sie nach 2009 erstmals wieder im Heimatland der Hunderasse. Jedes Jahr findet der internationale Wettstreit statt - im vergangenen Jahr war er in Finnland. Am Schluss der Weltmeisterschaft wurde die Fahne der WUSV an die Niederlande übergeben, wo im nächsten Jahr im Oktober die nächste WM für Deutsche Schäferhunde ausgerichtet wird. dpa

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