Nachspiel

Noch einmal aufbäumen

Ein Sieg im Heimspiel gegen Würzburg ist für die Löwen Pflicht, und Punkte in Düsseldorf und Hamburg könnten zur Sicherheit auch nicht schaden.

Daniel Mau

Wer hätte das vor der Englischen Woche gedacht? Mit einer guten Ausgangslage und viel Optimismus war Eintracht Braunschweig in diese wichtige Phase der 2. Fußball-Bundesliga gegangen, doch nach drei Spielen ohne eigenen Treffer, einem einzigen (glücklichen) Punkt gegen Paderborn und zwei miserablen Leistungen gegen Fürth und Aue stehen die Löwen als großer Verlierer da. Von der Aufschwungstimmung, die das 4:0 in Osnabrück entfacht hatte, ist nichts mehr übriggeblieben. Nach Sandhausens Siegen über Hamburg und Hannover können die Braunschweiger schon froh sein, wenn sie nach 34 Spieltagen 16. in der Tabelle sind und damit in der Relegation noch eine Chance auf den Klassenerhalt haben. Doch auch dafür braucht es ein anderes Auftreten als in den vergangenen drei Spielen. Ein Sieg im Heimspiel gegen Würzburg ist für die Löwen Pflicht, und Punkte in Düsseldorf und Hamburg könnten zur Sicherheit auch nicht schaden. Die Mannschaft von Trainer Daniel Meyer hat fast eine ganze Saison am Limit gespielt, nur wenn alles passte, hatte sie gegen ihre Gegner eine Chance. Auf diesen Umstand hat der Coach zurecht schon einige Male hingewiesen, und es erklärt vielleicht ein wenig, warum die Blau-Gelben plötzlich so leer und ausgelaugt wirkten. Bei einer dauerhaften Belastung am Anschlag fehlen dann irgendwann doch mal ein paar Prozente. Doch das darf jetzt nicht als Ausrede herhalten. Die Braunschweiger müssen sich noch ein letztes Mal gegen alle Widerstände aufbäumen und alle Energie in die verbleibenden Spiele stecken. Den Relegationsplatz können sie weiterhin aus eigener Kraft sichern. Das ist die gute Nachricht, mit der im Verlauf dieser Spielzeit auch nicht immer zu rechnen war. Und vielleicht gelingt den Löwen nach ein paar Tagen des Durchschnaufens sogar noch einmal eine deutlich positive Wende, mit der sich Sandhausen unter Druck setzen lässt. Dafür müssten sie zwar am nächsten Spieltag in Düsseldorf gewinnen. Aber die vergangene Woche zeigt: In der 2. Liga ist nichts unmöglich.

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