Kommentar

Wasser-Krise

„Die Lage ist ernst. Und obwohl es unsere Region mit am härtesten trifft, haben wir Glück im Unglück.“

Die Sorgen um das Corona-Virus überdecken Vieles. Doch der Klimawandel schreitet ungebremst voran. Das zeigt in diesen Tagen der Grundwasser-Bericht des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) ziemlich ungeschönt. Und eindeutig. Die Experten des NLWKN sind nicht für Alarmismus bekannt. Deshalb sollte man ihnen umso genauer zuhören.

Der Landesbetrieb verfügt über ein engmaschiges Netzt von niedersachsenweit etwa 1400 Messstellen – und jahrelange Erfahrung. Tenor des Berichts: Das Grundwasser wird knapp. Das gilt gerade für unsere Region. Eine handfeste Wasser-Krise zeichnet sich jetzt schon ab. Mancherorts tröpfelte es in den Dürre-Jahren 2018 und 2019 schon nur noch aus dem Wasserhahn. Die Lage ist also ernst. Und obwohl es gerade unsere Region mit am härtesten trifft, haben wir Glück im Unglück: Denn die Harzwasserwerke haben neben vier Grundwasser-Werken auch noch ihre drei Talsperrenwasser-Werke. Diese fangen Regenwasser auf. Gerade zwischen Harz und Heide dringt das Regenwasser schon in diesen Wochen gar nicht mehr in die tiefen Bodenschichten ein. Dabei kommen die richtig heißen Sommermonate noch.

Gerade jetzt, da Freibäder und Badeseen Corona-bedingt geschlossen haben und viele den Urlaub zu Hause verbringen, sind Pools und Planschbecken ausverkauft, Rasensprenger laufen. Gerade jetzt heißt es aber, verantwortungsvoll mit Wasser umzugehen.

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