Braunschweig. Ein Stück am Staatstheater schildert den Prozess gegen Holocaust-Organisator Eichmann. Über Kopfhörer sind die Zuschauer ganz nah dran.

Manchmal reicht wenig, um Schreckliches zu erzählen: Vier Frauen in weißen Anzügen mit jeweils einer Babypuppe auf dem Arm agieren auf der Bühne. Zwischen ihnen vier Wände aus Glas, die sie verschieben können. In den Glaswänden steigt hin und wieder Nebel auf. Viel mehr braucht das Bühnenbild des Doku-Stücks „Der Prozess I – Eichmann“ des Theaterkünstler-Duos „Krüger X Weiss“ im Kleinen Haus des Staatstheaters in Braunschweig nicht. Doch inmitten dieser Schlichtheit wird Ungeheuerliches verhandelt – und per Kopfhörer ganz dicht an jeden einzelnen Zuschauer herangetragen.