Braunschweig. Zwei Musikprojekte bringen mitten im Lockdown ambitionierte Singles und Videos heraus. Ein Titel ist dem dunklen Thema Kindesmissbrauch gewidmet.

Wie das im Lockdown so geht. Man surft ein bisschen mehr im Netz, man nimmt sich mangels anderer Freizeitmöglichkeiten Projekte vor, für die vorher die Zeit fehlte. Bei Frank de Blijen war es das Schreiben von Songtexten. Der 53-jährige Cremlinger hatte schon immer ein Faible für Musik. „Aber am Klavier waren andere besser, und meine Stimme ist leider auch nicht so“, erzählt er. Doch texten, das könne er. Nur dass sich bislang keine bedürftige Band fand. Eines Abends im coronaverseuchten Frühjahr aber stöberte er in einem Musikerforum eine Anfrage auf: Musiker und Produzent sucht Texter. „Die war schon ein halbes Jahr alt“, sagt de Blijen. Quasi leicht vergilbt.