Was hinter der Regenbogenbrücke kommen könnte

Braunschweig.  Die Braunschweiger Autorin Julia A. Jorges schreibt mit „Späterland: Die Welt hinter der Regenbogenbrücke“ dieses Mal für Kinder. Eine Rezension.

Kater Pluto ist gestorben. Im „Späterland“-Fantasyabenteuer macht sich die Heldin des Buches, Tarja, auf die paranormale Suche nach ihrem tierischen Freund.

Kater Pluto ist gestorben. Im „Späterland“-Fantasyabenteuer macht sich die Heldin des Buches, Tarja, auf die paranormale Suche nach ihrem tierischen Freund.

Foto: (Archiv/Symbol) Markus Scholz / dpa

Viele kennen das schreckliche Gefühl, wenn das geliebte Haustier stirbt und sich die Wohnung plötzlich anders anfühlt, irgendwie falsch. Es ist so, als hätte man Möbel umgestellt, und jetzt hallt der Raum ungewohnt, jedoch auf emotionaler Ebene. Manche Eltern trösten ihre Kinder mit der Vorstellung, dass die Tiere über eine Regenbogenbrücke gehen: Sie seien nicht mehr da, aber auch nicht so recht weg. Aber was könnte Zwergkaninchen, Chihuahuas und Katzen hinter der Regenbogenbrücke erwarten?

Braunschweiger Fantasy-Autorin schreibt über das Tierleben nach dem Tod

Diese Frage hat sich die Braunschweigerin Julia A. Jorges gestellt, als ihr Kater Pluto gestorben ist und sie ihren Kindern erklären musste, was passiert ist. „Ich habe mich gefragt: Gibt es eigentlich Geschichten, die vom Land hinter der Regenbogenbrücke handeln?“, berichtet die Autorin. Sie habe kein entsprechendes Werk gefunden und sich daher selbst an die Arbeit gemacht. Herausgekommen ist der Roman „Späterland: Die Welt hinter der Regenbogenbrücke“.

Darum geht’s in „Späterland: Die Welt hinter der Regenbogenbrücke“

Leserinnen und Leser begleiten die Heldin Tarja, aus deren Sicht die Geschichte erzählt wird. Als das Mädchen eines Tages nach der Schule nach Hause kommt, erfährt sie, dass Familienkater Pluto eingeschläfert werden musste. Tarja nimmt es ihren Eltern übel, dass sie von ihr fordern, nach einiger Zeit endlich über die Trauer hinwegzukommen. Das sorgt für Streit; jüngere Leser mögen die Situation kennen.

Es dauert nicht lange, da passieren Tarja paranormale Dinge. Kater Plutos Glöckchen klingelt, obwohl sein früheres Halsband nicht bewegt wird. Tarja beginnt, nachts von einer Tierwelt zu träumen. Pluto meldet sich aus einem Jenseits, das sich das Mädchen in jüngeren Jahren ausgedacht hat, dem sogenannten „Späterland“. Und sie weiß auch ganz genau, wie sie dorthin kommt und wie sie Pluto in dieser Welt helfen kann.

Soviel sei gesagt: Marja muss ein Abenteuer der fantastischen Sorte bewältigen und gewinnt neben tierischen Freunden auch einen menschlichen Freund.

Lohnt sich der Roman?

Man sieht dem Buch an, dass es in einem kleinen Fantasy-Nischenverlag, dem Shadodex-Verlag, erschienen ist. Die Illustrationen sind stilistisch nicht einheitlich.

Doch Jorges’ Schreibstil ist flüssig und durch kurze Sätze für Kinder gut verständlich. Sie erschafft eine Fantasy-Tierwelt, die an die „Warrior Cats“-Reihe erinnert, wenn die Tiere sprechen können und so ihre teilweise altväterlichen Weisheiten verbreiten und Kater Pluto im „Späterland“ einen Aufstand gegen die Hunde plant.

Das Buch eignet sich für Kinder ab zehn Jahren, für jugendliche Tierliebhaber sowie Erwachsene, die gerne leichte Fantasy-Kost lesen und eine starke Affinität zu Tieren haben. Ein Teil des Bucherlöses geht laut Verlag an ein Raubtier-Asyl in Mittelfranken.

„Späterland: Die Welt hinter der Regenbogenbrücke“ von Julia A. Jorges ist beim Shadodex-Verlag erschienen. Das Taschenbuch für 13 Euro umfasst 240 Seiten. Auch ein Ebook für 3,49 Euro ist im Handel erhältlich.

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