Abschied vom Harzhorn

Die Römer-Schau hatte fast 70 000 Gäste.

Direktorin Heike Pöppelmann (links) begrüßte gestern die 66 000. Besucherin, Agathe Palke aus Göttingen.

Direktorin Heike Pöppelmann (links) begrüßte gestern die 66 000. Besucherin, Agathe Palke aus Göttingen.

Braunschweig. Wenn das keine Alternative für Karnevalsmuffel ist: Am Wochenende bietet sich zum letzten Mal die Chance, die Schau „Roms vergessener Feldzug – die Schlacht am Harzhorn“ zu sehen.

Sonntagabend geht das erfolgreichste Ausstellungsprojekt des Braunschweigischen Landesmuseums der vergangenen Jahre zuende. Gestern hieß Direktorin Heike Pöppelmann die 66 000. Besucherin willkommen. „Der Besuch gehört zum Pflichtprogramm für Archäologiestudenten“, sagte die 25-jährige Agathe Palke, die in Göttingen Ur- und Frühgeschichte studiert.

Nur die Ausstellung „Heinrich der Löwe“, die 1995 rund 100 000 Menschen sahen, und die „Troja“-Schau im Jahr 2001 mit sage und schreibe 330 000 Besuchern lockten mehr Menschen ins Landesmuseum. Die „Schöninger Speere“ dagegen wollten 2009 lediglich 12 500 Interessierte sehen.

Direktorin Pöppelmann hatte vor Beginn der Römer-Schau mit 50 000 Besuchern kalkuliert. „Die Mehreinnahmen würde ich gerne verwenden, um mit dem Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege eine Wanderausstellung zum Thema Harzhorn auf die Beine zu stellen“, sagte die 48-Jährige unserer Zeitung. So könnten die Forschungsergebnisse weiter furchtbar gemacht und bundesweit gewürdigt werden.

Rund 80 Prozent der Ausstellungsbesucher in Braunschweig seien aus Niedersachsen gekommen, gut die Hälfte davon aus der Region, erläuterte Pöppelmann.

Montag beginnt das große Aufräumen im Landesmuseum. Am 2. August eröffnet mit „Schrecklich kriegerische Zeiten“ die nächste große Sonderausstellung.

Die Römerschau ist bis einschließlich Sonntag von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Kostümierte Besucher haben ermäßigten Eintritt: 8 statt 10 Euro.

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