Freitag ist Klima-Tag

Berlin.  Morgen fallen wichtige Entscheidungen. Und es wird demonstriert.

Hamburger Schüler bereiten Transparente für ihre "Fridays for Future"- Proteste vor. Es soll weltweit demonstriert werden.

Hamburger Schüler bereiten Transparente für ihre "Fridays for Future"- Proteste vor. Es soll weltweit demonstriert werden.

Foto: Markus Scholz / dpa

Klima, Klima, Klima: Dieses Wort hört man im Moment ziemlich oft. Der morgige Freitag steht ganz im Zeichen vieler wichtiger Termine, die sich rund um dieses Thema drehen. Hier ein kleiner Überblick:

Politiker entscheiden: Politikerinnen und Politiker der Bundesregierung verabschieden am Freitag einen Plan, wie Deutschland das Klima schützen soll. Über den Plan wurde lange gestritten. Die einen sagen, sie wollten die Menschen dazu bewegen, freiwillig mehr für das Klima zu tun. Andere sagen, es sei besser, wenn man feste Regeln festlegt, an die sich alle halten müssen.

Klima-Protest: Während die Regierung redet, streiken am Freitag viele Menschen. Die Bewegung „Fridays for Future“ will erreichen, dass Politikerinnen und Politiker mehr gegen die Erderwärmung tun. Die Aktivisten erwarten, dass in fast 130 Ländern gestreikt wird. So einen großen Schüler-Streik gab es schon öfters. Doch dieses Mal wollen auch viele Erwachsene mitmachen. Außerdem sollen die Proteste diesmal eine Woche dauern.

Preis für Greta: Die Idee, freitags für das Klima auf die Straße zu gehen, kommt von Greta Thunberg aus dem Land Schweden. Die Jugendliche protestiert seit mehr als einem Jahr für das Klima. Sie und alle, die sich ihr angeschlossen haben, haben am Montag einen Preis gewonnen. Die Auszeichnung kommt von der Organisation Amnesty International. Sie setzt sich für Menschenrechte ein.

Experten treffen sich: Forscherinnen und Forscher haben sich angeschaut, wie das klimaschädliche Gas CO2 unseren Planeten verändert. Da immer mehr von diesem Gas in die Luft gerät, heizt sich die Erde auf. Ab Freitag kommen Fachleute zusammen, um über die Ergebnisse zu sprechen. Nächste Woche möchten sie einen Bericht dazu veröffentlichen. In diesem Bericht wird zum Beispiel stehen, dass der Meeresspiegel steigt und die Ozeane wärmer werden.

Arktis-Expedition: Am Freitag sticht das deutsche Forschungsschiff Polarstern Richtung Arktis in See. Ein Jahr lang wollen Wissenschaftler nahe dem Nordpol genau erkunden, wie das Klima in der eisigen Arktis funktioniert. Insgesamt sind mehr als 600 Forscher an der Mission beteiligt. Die Arktis sei stark vom Klimawandel betroffen, meinen Experten. Die Erwärmung verlaufe dort in dramatischem Ausmaß. Und das werde sich auch auf das Klima in Deutschland auswirken. Geringere Temperaturunterschiede zwischen der eisigen Arktis und den heißfeuchten Tropen brächten die typischen Wetterprozesse durcheinander. Die Folge: Polare Kaltluft gelangt in unsere gemäßigten Breiten, und warme, feuchte Luft stößt in die Arktis vor.

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