Die Gemeinde Velpke ist schuldenfrei – noch

Velpke.  Am 30. Januar soll der Gemeinderat Velpke den Haushalt endgültig beschließen.

„Der Haushalt sähe nicht so gut aus, wenn die Samtgemeinde nicht große Kostenpunkte übernommen hätte“, sagt Gemeindedirektor Rüdiger Fricke. Er meint damit die Kindertagesstätten.

„Der Haushalt sähe nicht so gut aus, wenn die Samtgemeinde nicht große Kostenpunkte übernommen hätte“, sagt Gemeindedirektor Rüdiger Fricke. Er meint damit die Kindertagesstätten.

Foto: Monika Skolimowska / picture alliance/dpa (Symbolfoto)

Die Gemeinde Velpke steht finanziell ziemlich gut da. Sie benötigt für ihre Geschäftstätigkeit im laufenden Jahr weder einen Liquiditätskredit noch sind Investivkredite geplant. So geht es aus der aktuellen Vorlage zum Haushalt 2020 hervor. Sie wurde dieser Tage in einer interfraktionellen Sitzung der im Gemeinderat vertretenen politischen Lager besprochen. Nun ist der Haushalt Thema innerhalb der Fraktionen, am 23. Januar steht er in nichtöffentlicher Sitzung des Verwaltungsausschusses Velpke zur Diskussion und Abstimmung. Das letzte Wort hat schließlich der Gemeinderat. Er tagt am 30. Januar um 18 Uhr im Ratssaal des Velpker Rathauses.

Er gehe davon aus, dass der Haushalt keiner Genehmigung durch die Kommunalaufsicht, diese ist beim Landkreis Helmstedt angesiedelt, bedürfe, sagte Gemeindedirektor Rüdiger Fricke in einem Telefonat mit unserer Zeitung. Ordentlichen Erträgen von 5,2044 Millionen Euro stehen ordentliche Ausgaben in Höhe von 5,190 Millionen Euro gegenüber. Das macht einen kalkulierten Überschuss von
14.400 Euro. Doch der schrumpft. 2018 hatte er noch bei 135.400 Euro gelegen. Und in den nächsten Jahren rutscht die Gemeinde Velpke zumindest bei dieser Zahl laut Vorausberechnungen in die roten Zahlen. 336.900 Euro Miese erwarten die Haushaltsstrategen 2021, aber: „Das Ergebnis hängt von so vielen Faktoren ab, auf die wir keinen Einfluss haben. Darum lassen sich diese Zahlen nicht verlässlich vorhersagen“, so Rüdiger Fricke.

Das gute Ergebnis im Haushalt Velpkes hat mehrere wesentliche Gründe. Einer ist die günstige Einkommenssituation der Velpker. Sie spült einen Einkommensteueranteil von 3,218 Millionen Euro in die Gemeindekasse. „Bei der Gewerbesteuer könnten wir noch besser aussehen“, meinte Gemeindedirektor Fricke. Tatsächlich nimmt Velpke hier nur 540.000 Euro ein. Die Grundsteuer B bringt 624.700 Euro ein, die Grundsteuer A 29.000 Euro. Fixe Ausgaben sind die Kreisumlage. Velpke zahlt rund 2,088 Millionen Euro sowie 1,632 Millionen Euro Samtgemeindeumlage. Rüdiger Frick gibt zu bedenken: „Der Haushalt sähe nicht so gut aus, wenn die Samtgemeinde nicht große Kostenpunkte übernommen hätte.“ Er meint damit die Kindertagesstätten.

Gleichwohl: Auch für 2020 hat sich Velpke ein paar Projekte in den Haushalt geschrieben. Mit
99.0000 Euro steht die Neuausrichtung und Umgestaltung der Sportanlage an erster Stelle. Das Projekt ist trotz Mehrheitsbeschlusses des Rates umstritten. Diskussionen dürften auch in Sachen Bauhof aufkommen. Den möchte Rüdiger Fricke erweitern, insbesondere dessen Leistungsspektrum, was mit höheren Kosten für die Gemeinden einhergehen würde. Der Bauhof ist Sache der Samtgemeinde. Die Gemeinden zahlen für die Leistung. Im Haushalt der Gemeinden tauchen sie als Kosten etwa für die Pflege
öffentlicher Grünflächen auf.

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