Kinderkanal Kika

Jasper aus Königslutter schaut beim Kika hinter die Kulissen

| Lesedauer: 3 Minuten
Der Kinderredaktionsrat des Kika in Erfurt: (von links) Jasper, Mavie, Quentin, Rosalie (h.), Amaya (v.).

Der Kinderredaktionsrat des Kika in Erfurt: (von links) Jasper, Mavie, Quentin, Rosalie (h.), Amaya (v.).

Foto: Kika / Planpunkt

Königslutter.  Der Elfjährige aus dem Kreis Helmstedt ist noch bis November Teil des Redaktionsrates des Kika-Kanals in Erfurt. Was die Aufgabe mit sich bringt.

Anfang März blinkte eine Erfurter Telefonnummer auf dem Apparat der Familie des elfjährigen Jasper aus Königslutter. Es konnte nur der Kinderkanal „Kika“ sein, der anrief. Große Aufregung im Haus: Vor lauter Hektik drückte die Familie aus Versehen nicht auf die Lautsprechertaste, sondern legte auf. Doch es kam zum Rückruf: Jasper hatte es von fast 700 Bewerberinnen und Bewerbern unter die Top 20 geschafft. Nach einem Videocall mit der Kika-Redaktion kam die endgültige Zusage: Jasper wird Teil des Kinderredaktionsrates des Kika in Erfurt.

Zusammen mit vier weiteren Jungen und Mädchen blickt er seitdem nicht nur hinter die Kulissen des Fernsehsenders, sondern arbeitet auch aktiv an der Programmgestaltung. Noch bis zum November läuft das Projekt des Kinderredaktionsrates, das der Kika im Zuge seines 25-jährigen Jubiläums ausgerufen hatte. „Ich habe mich wirklich sehr gefreut“, berichtet der Gymnasiast am Telefon, „auch weil ich viel Zeit und Mühe in die Bewerbung investiert habe.“

Kikafan und Youtuber

Ende Februar hatte sich Jasper für das Projekt beworben. Den Aufruf hatte er zuvor beim Kika im Fernsehen gesehen. Da er sich in seiner Freizeit für die Videoplattform Youtube interessiert, dort sogar selber Videos produziert und schneidet, ermutigte ihn seine Mutter, sich einfach zu bewerben. Viele Fragen musste er beantworten. Was für Hobbys er habe und warum er mitwirken wolle zum Beispiel – für den Kikafan und Youtuber nicht schwierig zu beantworten.

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Zusammen mit seinen vier anderen Kolleginnen und Kollegen – Schulkindern aus ganz Deutschland – darf er jetzt einmal pro Woche im Videocall an der Programmentwicklung teilnehmen. Gemeinsam waren sie im März fünf Tage lang auf dem Gelände des Senders in Erfurt, haben dort hinter die Kulissen von Sendungen wie „Die beste Klasse Deutschlands“ oder „Checker Tobi“ geblickt. Und sie haben auch am TV-Programm des Kika für den Sommer gearbeitet: Die Sendungen, die in den großen Ferien Montags von 10 bis 10.30 Uhr laufen, haben sie ausgewählt. Am Telefon sagt Jaspers Mutter Antje über die Arbeit ihres Sohns: „Ein bisschen neidisch waren wir schon.“

Ein bisschen Berufsorientierung

Bis zum Winter erarbeiten die Kinder im Kinderredaktionsrat noch, wie der Kika-Award im November ausgestaltet sein soll. In der Show sollen prominente Paten den jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer zur Seite stehen. Für diese dürfen die Mitglieder des Kinderredaktionsrates Vorschläge einreichen. Jasper möchte dafür in seiner Schulklasse ganz genau die Ohren spitzen. Für ihn ist die Zeit beim Kika auch ein bisschen Berufsorientierung: Später möchte er auch sehr gerne im Medienbereich arbeiten. „Vielleicht sogar bei einem Fernsehsender“, so der Elfjährige.

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